Interessante App aus Ludwigsburg Wie drei Studenten Lokalen das Leben leichter machen wollen

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Es begann mit einem Besuch beim Friseur und endete mit einer App, die dem Friseur vieles erleichtern dürfte. Und nicht nur ihm. Die App, die drei Studenten entwickelt haben, verfolgt eventuelle Infektionsketten sicher und schnell. Und sie macht viel Papierkram überflüssig.

Ein kreatives Trio (von links): Karim Difallah, Ugur Deniz und Firat Susan Foto: privat
Ein kreatives Trio (von links): Karim Difallah, Ugur Deniz und Firat Susan Foto: privat

Ludwigsburg - Ein Haarschnitt hat Ugur Deniz auf eine Idee gebracht, die das Potenzial hat, sehr viele Menschen glücklich zu machen. Der 23 Jahre junge angehende Maschinenbauingenieur aus Ludwigsburg musste bei seinem jüngsten Friseurbesuch seine Kontaktdaten hinterlassen. Zur Verfolgung der Infektionskette im Falle eines Falles. Das missfiel Ugur Deniz massiv. Als er am Abend seinen Freunden Firat Susan und Karim Dhifallah davon berichtete entstand besagte Idee: eine App, die Kundendaten verschlüsselt erfasst und sicher verwahrt – und obendrein Betreiber jedweder Lokalitäten vom Formularwahnsinn befreit. Susan und Dhifallah studieren Informatik, und so konnte aus der Theorie Praxis werden. Eineinhalb Wochen hat das Trio „Tag und Nacht“ programmiert und nun die App fertig. Voraussichtlich kommende Woche soll „KnowMe“ veröffentlicht werden – und so funktionieren:

Nur das Gesundheitsamt darf alles sehen

Der, sagen wir, Friseurbesucher verrät der App Name, Anschrift und Telefonnummer. Diese Daten werden mit einem selbst gewählten Passwort verschlüsselt und erst dann gespeichert, und zwar im eigenen Smartphone. Der Friseur wiederum verfügt über einen von der App generierten QR-Code, den der Kunde beim Betreten des Salons scannt. Dabei wird eine zuvor erzeugte Identifikationsnummer übertragen. Der Friseur, und auch sonst keiner, hat Einblick in die Daten. Den bekommt im Ernstfall nur das Gesundheitsamt. „Das klingt simpel, ist es aber nicht“, sagt Ugur Deniz, der besonders stolz darauf ist, dass die Daten nicht auf einem Server im Internet gespeichert werden.

Lesen Sie hier die Geschichte vom Viva in der Solitudestraße

Der Student hat viele Tipps von seinem Bruder Onur bekommen, der das Viva in der Ludwigsburger Solitudestraße betreibt. Der freut sich schon, wenn er kein Geld mehr für Papier und Druckerpatronen ausgeben und keine Formularberge mit persönlichen Daten mehr aufbewahren muss. Für Kunden ist die App gratis, für Betreiber jedweder Lokalität kostet sie zehn Euro. „Wir wollen nicht mit der Not Geld verdienen“, sagt Ugur Deniz.




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