Was lange währt: In Leonberg-Warmbronn hat der Bau der Interimsgrundschule begonnen. Die bisherige Grundschule ist marode und muss neu gebaut werden.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

Bauarbeiten für die Interimsschule in Warmbronn haben begonnen. Bevor die Module des Schulgebäudes montiert werden können, werden zunächst Fundament- und Höhenausgleichsplatten verlegt. Außerdem müssen die notwendigen Versorgungsleitungen angebracht werden. Die Lieferung der eigentlichen Gebäudemodule ist für Ende Januar geplant. Der Umzug der Grundschülerinnen und Grundschüler soll dann ab Pfingsten vonstatten gehen.

 

Interimsgrundschule in Warmbronn mitten auf der Büsnauer Straße

Die provisorische Grundschule wird auf der Büsnauer Straße neben dem Grundstück des bisherigen Schülerhorts „Baumhaus“ errichtet. Der Hort wird zurückgebaut, das Gelände soll während der Übergangszeit als Schulhof dienen. Vorhandene Spielgeräte wie Schaukel, Sandkasten, Schuppen und Baumbestand bleiben erhalten und können weiterhin genutzt werden.

Baustelle: Auf der Büsnauer Straße entsteht in Warmbronn die Interimsschule. Foto: Simon Granville

Eine Schadstoffuntersuchung an der Warmbronner Grundschule hatte im Jahr 2023 Handlungsbedarf ergeben. Das bestehende Gebäude wird daher stillgelegt und vollständig zurückgebaut. Dass die Grundschule marode ist und ersetzt werden muss, war allerdings schon seit einigen Jahren bekannt. Den Durchbruch gab es jedoch erst vor knapp einem Jahr, als der Gemeinderat nach intensiver Diskussion doch noch 4,8 Millionen Euro für die Interimsschule in den Haushalt wuchtete – dafür wurde das Warmbronner Baugebiet „Hinter den Gärten“ vorerst zusammengestutzt.

Der Weg ist also frei für die Übergangslösung. Die ist quasi unausweichlich: Denn ab 2026 wird der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter schrittweise eingeführt. Der dreigeschossige Modulbau mit Holzverkleidung wird in Warmbronn die Büsnauer Straße, den angrenzenden Fußweg sowie eine Parkfläche mit 14 Stellplätzen in Anspruch nehmen.

Der Planungsprozess für den Neubau soll Anfang des neuen Jahres beginnen. Die neue Grundschule entsteht dann am gleichen Standort wie die alte: Am Schulberg. Die Gesamtzeit für Planung und Bauen wird voraussichtlich fünf Jahre betragen. Die Module für die Interimsschule wurden gekauft und werden nach Inbetriebnahme der neuen Grundschule einen neuen Aufstellort erhalten. Die Baukosten für die Interimsmodule belaufen sich laut der Stadtverwaltung auf rund vier Millionen Euro.

Module nicht nur in Warmbronn: Am JKG stehen sie schon bereit

Unterrichtet wird nicht nur in Warmbronn künftig in temporären Räumlichkeiten: In der Leonberger Kernstadt stehen seit Kurzem ebenfalls Container, allerdings nicht mitten auf der Straße, sondern auf dem Parkdeck neben dem Johannes-Kepler-Gymnasium (JKG). Insgesamt beherbergen sie vier Klassenräume, in denen vom neuen Schuljahr an unterrichtet wird. Die Container waren notwendig geworden, da das JKG aus allen Nähten platzt. Eigentlich hätte die Schule bereits für das aktuelle Schuljahr eine Erweiterung benötigt.