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Internationale Bachakademie Stuttgart Aus dem Leben von Johann Sebastian Bach

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Die Ensembles der Internationalen Bachakademie Stuttgart unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann und Solisten erzählen aus dem Leben von Johann Sebastian Bach.

Hans-Christoph Rademann leitet die Ensembles der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Foto:  Roberto Bulgrin
Hans-Christoph Rademann leitet die Ensembles der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Foto: Roberto Bulgrin

Johann Sebastian Bach, der vor 270 Jahren starb, ist heute vielleicht lebendiger denn je. Die Frage nach seiner Universalität stellen sich Musikwissenschaftler immer wieder neu. Bachs Werke lassen sich aber auch einfach als geistige Nahrung genießen, wie ein Geschenk des Himmels: Geplant ist deswegen eine Konzertreihe, bei der die Ensembles der Internationalen Bachakademie Stuttgart unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann und Solisten an drei Abenden aus Bachs Leben erzählen. Es sollen drei verschiedene Programme werden.

Den Auftakt soll ein Kantatenprogramm mit Werken aus Bachs ersten drei Jahren als Thomaskantor in Leipzig machen – 1723 bis 1725. Geschrieben für den ersten, neunten und 24. Sonntag nach Trinitatis, ist in allen drei Kantaten das „Donnerwort“ thematisches Leitmotiv. Es steht für das Wort und die Gerichtsbarkeit Gottes, die in der ersten Kantate (BWV 20) vorgestellt und thematisiert werden.

Die zweite Kantate (BWV 168) verstärkt diese Gedanken mit der Aussage, dass jeder Mensch vor Gottes Gericht Rechenschaft ablegen muss. Den Schluss des Programms markiert die Kantate BWV 60 mit einem Dialog zwischen Furcht und Hoffnung im Angesicht der letzten Dinge. Am Ende begibt sich die gläubige Seele vertrauensvoll in Gottes Hand, im großartigen Choral „Es ist genug“. 

Kantatenprogramm, Gesprächsformat und Passionsaufführung

Am zweiten Abend wollen sich die Musiker in die Welt des jungen Johann Sebastian Bach begeben, in das Jahr 1707, eine Zeit, in der er als städtischer Organist an der Kirche Divi Blasii in Mühlhausen seine ersten Kantaten komponierte. Andere Zeit, anderes Format: Diese Geschichte, in deren Zentrum die Kantate „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir“ (BWV 131) steht, erzählt das von Rademann moderierte Format „Hin und weg!“. In ihm wird die Kantate zunächst komplett aufgeführt, dann in einzelne Klangbeispiele zerlegt und aus unterschiedlichen Perspektiven erläutert, um abschließend ein zweites Mal als ganzes Werk zu erklingen.

Das Finale der Reihe markiert Bachs gewaltige, doppelchörige Matthäus-Passion BWV 244, von Robert Schumann nur „die große Passion“ genannt. Das zeitlose Meisterwerk aus tobenden Chören, innigen Chorälen und affektgeladenen Arien ist in seiner endgültigen Gestalt wohl 1729 zum ersten Mal erklungen und lässt mit seiner Dramatik und Bildhaftigkeit den Hörer die altbekannte Passionsgeschichte immer wieder als etwas gänzlich Neues und Unerhörtes erfahren.

Die Reihe „Drei Tage mit Bach“, mit ihrem Dreischritt aus Kantatenprogramm, Gesprächsformat und Passionsaufführung, sollen nicht zuletzt auch eine Geschichte der Internationalen Bachakademie Stuttgart erzählen: jene von einer besonderen Institution, in der lebendige Aufführung und anschauliche Vermittlung von Bachs Musik Hand in Hand gehen.