Interner Machtkampf Meuthen: „Flügel“ wollte die AfD übernehmen

Von red/afp 

Der AfD-Parteivorsitzende Jörg Meuthen erhebt erneut schwere Vorwürfe gegen den ultrarechten „Flügel“ und dessen Protagonisten Andreas Kalbitz. Der Flügel habe als Minderheit schrittweise die ganze Partei übernehmen wollen, so Meuthen.

Meuthen bekräftigte zugleich seine Absicht, die AfD vom Rechtsextremismus abzugrenzen. Foto: picture alliance/dpa/Paul Zinken
Meuthen bekräftigte zugleich seine Absicht, die AfD vom Rechtsextremismus abzugrenzen. Foto: picture alliance/dpa/Paul Zinken

Berlin - Im internen Machtkampf der AfD erhebt der Parteivorsitzende Jörg Meuthen erneut schwere Vorwürfe gegen den ultrarechten „Flügel“ und dessen Protagonisten Andreas Kalbitz. „Tatsächlich zeigte sich immer stärker, dass maßgebliche Akteure des Flügels als Minderheit schrittweise die ganze Partei übernehmen wollten“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“ (Freitagsausgabe). „Das war nicht hinnehmbar.“

Er habe sich im Umgang mit dem mittlerweile aufgelösten „Flügel“ geirrt, sagte Meuthen. „Ich habe anfangs deren führenden Köpfen wirklich geglaubt, dass sie als informelle Gruppierung einfach nur dazugehören wollen.“ Das sei ein Fehler gewesen.

Vverbotene Heimattreuen Deutschen Jugend

Der AfD-Bundesvorstand hatte Mitte Mai auf Betreiben Meuthens mit knapper Mehrheit die Parteimitgliedschaft von Kalbitz annulliert. Er soll auf seinem Antrag zur Aufnahme in die AfD eine frühere Mitgliedschaft in der rechtsextremen und seit 2009 verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) verschwiegen haben.

Kalbitz bestreitet, HDJ-Mitglied gewesen zu sein. Meuthen glaubt ihm aber nicht. „Kalbitz’ Darstellung, er habe bei der neonazistischen HDJ nur mal hineingeschnuppert, entbehrt in Kenntnis der Fakten jeder Glaubwürdigkeit“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“.

Meuthen bekräftigte zugleich seine Absicht, die AfD vom Rechtsextremismus abzugrenzen. „Wahlen werden nicht am äußeren Rand, sondern in der Mitte gewonnen. Und das ist auch gut so. „Rechtsextreme Bezüge hätten in der AfD „nichts zu suchen“, sagte er.




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