Die Europäische Union ist der Region am Bodensee wohlgesonnen. Zahlreiche Projekte werden vom Staatenverbund gefördert. Alleine zwischen 2014 und 2020 sind es fast 40 Millionen Euro.

Friedrichshafen - Ein Projekt prüft Strategien gegen das Unkraut im Obstbau, ein anderes hilft bei der Elektrifizierung der Hochrheinstrecke und wieder ein weiteres will die Lebensbedingungen von Insekten verbessern: Die Region am Bodensee profitiert von zahlreichen Vorhaben, die von der Europäischen Union gefördert werden. Der Großteil der Gelder komme aus dem Interreg-Programm „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“, heißt es beim Staatsministerium Baden-Württemberg. Für die derzeit laufende Förderperiode zwischen 2014 und 2020 stünden allein daraus insgesamt 39,5 Millionen Euro EU-Mittel zur Förderung von grenzüberschreitenden Projekten zur Verfügung.

Das kommt zum Beispiel auch der Internationalen Bodenseehochschule (IBH) als größtem hochschulartenübergreifendem Verbund Europas zu Gute. Zur IBH gehören rund 30 Hochschulen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz, die in Forschung, Lehre und Transfer zusammenarbeiten. „Ohne die EU gäbe es die IBH und ihre Förderlinien in der heutigen Form gar nicht“, sagt der Leiter der Geschäftsstelle, Markus Rhomberg.

Das zeige sich insbesondere in den „IBH-Labs“. In diesen forschen die Hochschulen beispielsweise zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel in der Bodenseeregion oder auch zu Innovation und Digitalisierung. Dafür stehen aus dem Interreg-Programm insgesamt 6,2 Millionen Euro bereit, die zu rund zwei Dritteln aus der EU und zu einem Drittel aus der Schweiz kommen.