Interview mit Michael Raith Stuttgarter Kunden sind besonnen und investiert geblieben

Das Coronavirus ließ die Aktienkurse drastisch einbrechen, viele Anleger sind übereilt aus den Märkten ausgestiegen. Wie es für die Kunden der unabhängig beratenden Quirin Privatbank während der Coronazeit lief, berichtet Niederlassungsleiter Michael Raith.

Michael Raith, Niederlassungsleiter der Quirin Privatbank in Stuttgart Foto: Quirin Privatbank
Michael Raith, Niederlassungsleiter der Quirin Privatbank in Stuttgart Foto: Quirin Privatbank

Herr Raith, wie haben Ihre Kunden auf den Marktcrash reagiert?

Größtenteils sehr besonnen und ruhig, kaum ein Kunde hat verkauft, fast alle sind investiert geblieben – das war gut, denn auszusteigen heißt, Kursverluste zu realisieren. Wir beraten unsere Kunden transparent und weisen immer darauf hin, dass auch mal ein Crash wie dieser kommen kann. An dieser Risikotoleranz orientiert sich die persönliche Anlagestrategie, die zu Beginn festgelegt wird und wichtig ist, um solche Krisen durchzustehen.

Wie legen Sie das Geld Ihrer Kunden an?

Mit einem weltweit breit gestreuten Investment in Aktien und Anleihen je nach Risikoprofil, kostengünstig mit ETFs. Dabei verzichten wir auf Prognosen, also auf den Versuch herkömmlicher Fondsmanager, den Markt schlagen zu wollen. Denn das kann niemand auf Dauer. Im Gegenteil: Mit einem systematischen Ansatz lassen sich langfristig nachweislich höhere Erträge erzielen. Dies gilt in besonderem Maße für Anlagen in Aktien.

Das heißt, ohne Aktien geht es nicht?

Richtig – aber das ist schon länger so! Wer auskömmliche Renditen oberhalb des Tagesgeldsatzes erzielen will, kommt um Investitionen in die Aktienmärkte nicht herum.

Waren Sie und Ihr Team wegen Corona im Homeoffice?

Ja, wir waren bis auf eine Notbesetzung bankweit von zu Hause aus tätig, von Mitte März bis Ende April – zum Schutz der Mitarbeiter und der Kunden. Wir haben es als Bank in Rekordzeit geschafft, unsere technische Ausstattung fürs Homeoffice umzustellen, was insbesondere für die Kolleginnen und Kollegen mit Kindern großartig war.

Wie lief der Kontakt mit den Kunden in dieser Zeit?

Diese Zeit hat uns noch fester verbunden. Wir haben über Telefon, Mail und Videotelefonie Kontakt gehalten. Dabei wurden mehr als sonst emotionale und persönliche Themen besprochen, die Menschen hatten Ihre ganz individuellen Sorgen, Ängste, aber auch Hoffnungen.

Ist die Niederlassung wieder geöffnet?

Ja, seit Anfang Mai. Natürlich beachten wir die geltenden Hygienevorschriften und einen Mindestabstand von 1,50 Metern. Trotz allem freuen wir uns jetzt einfach, unsere Kunden wieder persönlich zu empfangen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Dies ist ein Angebot der Quirin Privatbank AG in Zusammenarbeit mit www.stuttgarter-zeitung.de.
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