Interview mit Kickers-Präsident Rainer Lorz „Wir gehen mit Demut in die Saison“

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An diesem Samstag (14 Uhr/Gazistadion) startet Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers gegen Wormatia Worms in die neue Saison. „Wir wollen uns verbessern und die Fans zurückgewinnen“, sagt Präsident Rainer Lorz.

Geht vorsichtig optimistisch in die neue Regionalliga-Saison: Kickers-Chef Rainer Lorz (re.) neben Trainer Tomasz Kaczmarek. Foto: Baumann
Geht vorsichtig optimistisch in die neue Regionalliga-Saison: Kickers-Chef Rainer Lorz (re.) neben Trainer Tomasz Kaczmarek. Foto: Baumann

Stuttgart - Rainer Lorz ist seit 2010 Präsident der Stuttgarter Kickers und bis 2018 gewählt. In der neuen Saison soll sich die Mannschaft in Regionalliga weiterentwickeln, „perspektivisch wollen wir natürlich wieder hoch“, sagt Lorz im Interview.

Herr Lorz, haben Sie persönlich Ihren Akku in der Sommerpause aufladen können?
Ein bisschen schon. Es steckt aber stets viel Arbeit hinter dieser Tätigkeit, die Außenstehende nicht immer mitbekommen.
Fragen Sie sich manchmal nicht, warum Sie sich das alles antun?
Wenn - wie bisweilen – das Negative das Positive überwiegt, fragt man sich schon, ob sich der Aufwand lohnt. Aber ich habe Verantwortung übernommen, und der stelle ich mich natürlich.
Die vergangene Saison . . .
. . . hat mit aller Brutalität gezeigt, wo wir den Hebel ansetzen müssen. Nehmen wir die Endspielniederlage im WFV-Pokal. Die hat auch dem Letzten die Augen geöffnet, an was es dem Team fehlt.
An Qualität in der Abwehr, körperlicher Robustheit – und vor allem an der Mentalität.
Genau da haben wir in der Kaderplanung angesetzt. Es war eine große Herausforderung, die notwendigen Einschnitte und Veränderungen bei einer gleichzeitigen Reduktion des Etats auf 1,5 Millionen Euro vorzunehmen und einen ausgeglichen besetzten Kader zusammenzubringen.
Was macht Sie optimistisch?
Wir haben junge, ambitionierte Spieler aus der eigenen Jugend und der Region verpflichtet, dazu Spieler wie Maurice Hirsch und Edwin Schwarz, die schon höherklassige Erfahrung haben, gleichzeitig noch entwicklungsfähig sind.
Wie lautet die konkrete Zielsetzung?
Wir hatten letzte Saison 32 Punkte Rückstand auf die Relegationsplätze. Wir tun gut daran, mit Demut in die Saison zu gehen. Wir wollen eine bessere Saison spielen und unsere Fans zurückgewinnen.
Auf Dauer kann die Regionalliga aber doch nicht der Anspruch der Kickers sein?
Natürlich wollen wir perspektivisch wieder hoch. Darauf arbeiten wir hin, das ist das Ziel. Wir können die Regionalliga in der aktuellen professionellen Form nicht ewig anbieten.



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