InterviewInterview mit Linkenchefin Kipping Rüstungsstopp bei der Bundeswehr

Von rau 

Exklusiv Kaum hat das schwarz-rote Kabinett die Arbeit aufgenommen, schlägt die Linke einen aggressiven Ton in der politischen Debatte an. Im Visier sind vor allem die Kanzlerin und die SPD.

Linken-Parteichefin Katja Kipping lässt kein gutes Haar an der Konkurrenz. Foto: dpa
Linken-Parteichefin Katja Kipping lässt kein gutes Haar an der Konkurrenz. Foto: dpa

Stuttgart - Der Drang, sich einzumischen, hat die am 18. Januar 1978 in Dresden geborene Katja Kipping nach eigener Aussage bereits früh beherrscht. Auch deshalb wird die Tochter einer Lehrerin und eines Ökonomen Klassen- und Schulsprecherin. Sie studiert Slawistik, Amerikanistik und Jura, wird aber durch die Studentenproteste weiter politisiert. 1998 tritt sie in die damalige PDS ein. Ein Jahr später sitzt sie schon im Landtag. Ab 2003 war die heutige Bundestagsabgeordnete Bundesvize der PDS. 2012 wird sie neben Bernd Riexinger zur Chefin der Linkspartei gewählt.

Frau Kipping, nach der Regierungserklärung der Kanzlerin zur Europapolitik hat Sahra Wagenknecht ihr vorgeworfen, dass sich in Griechenland 120 Menschen das Leben genommen haben, während Merkel mit der SPD um den Koalitionsvertrag gefeilscht habe. Ist das der Stil, mit der die Linke ihre Rolle als Oppositionsführerin spielen will?
Der Kurs von Kanzlerin und Troika führt zu sozialen und humanitären Verwerfungen und ist volkswirtschaftlich kontraproduktiv. Das kritisieren wir.
Ist es angemessen, die Kanzlerin für Selbstmorde verantwortlich zu machen?
Sahra Wagenknecht hat nicht persönliche Schuld zugewiesen, sondern zu Recht aufgezeigt, dass das Spardiktat verheerende Folgen hat.
„Frau, Bundeskanzlerin, während Sie mit der SPD um den Koalitionsvertrag gefeilscht haben, haben sich in Griechenland 120 Menschen das Leben genommen.“ Das war der erste Satz der Wagenknecht-Rede. Machen Sie ihn sich zu eigen?
Die Politik von Troika und Merkel führt zu sozialen und humanitären Verwerfungen.