Interview mit Ulrich Tukur Erwin Rommel, der Wüstenfuchs

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Was fasziniert Sie an historischen Rollen?

Diese Figuren wurden vom Wind der Geschichte hin und her geschleudert. Sie haben uns viel zu sagen.

Warum haben Sie sich gerade mit dem Nationalsozialismus immer wieder auseinandergesetzt?

Weil diese Zeit einen exemplarischen Abgrund darstellt und natürlich Teil unserer heutigen Seele ist. Außerdem sind solche Rollen immer auch Selbsterkundungen, da finden kathartische Prozesse statt.

Demnächst verkörpern Sie Erwin Rommel, den "Wüstenfuchs". Wie bereiten Sie sich auf solche Rollen vor?

Ich lese Biografien und schaue mir dokumentarische Aufnahmen an: Wie spricht so jemand, wie bewegt er sich, wie hält er sich.

Es gibt großartige TV-Dokumentationen über die Zeit des Nationalsozialismus, aber Sie sollen gar keinen Fernseher besitzen. Stimmt das?

Das stimmt. Ich lebe ja in Italien, und wer je das Niveau des deutschen Fernsehprogramms beklagt hat, sollte sich mal das italienische Fernsehen anschauen.

Wie bleiben Sie denn auf dem Laufenden?

Ich bin natürlich ein politischer Mensch und informiere mich über aktuelle Ereignisse, aber die regelmäßige Lektüre von Zeitungen oder Nachrichtenmagazinen deprimiert mich. Außerdem mag ich es nicht, wenn einem alles fertig vorgesetzt wird, das gaukelt eine Wirklichkeit vor, die so gar nicht existiert. Ich höre lieber politische Sendungen im Radio.

Vor fünf Jahren sind Sie für die Dreharbeiten zum "Fliehenden Pferd" an den Bodensee zurückgekehrt. Wie war das Wiedersehen?

Wunderbar. Ich habe dort die schönsten Sommer meiner Kindheit verbracht. Der See und die herrliche Landschaft sind mir sehr nahe, das ist nach wie vor eine der schönsten Gegenden der Welt. Wenn mich meine Frau nicht nach Italien entführt hätte, würde ich sicherlich irgendwo am Bodensee leben.




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