Investitionen für Digitalisierung Die Aufholjagd muss weitergehen

Innenminister Thomas Strobl ist auch für die Digitalisierung zuständig und treibt den Ausbau der Infrastruktur, vor allem mit Glasfaser, voran. Foto: dpa/Marijan Murat

Beim Breitbandausbau hat Baden-Württemberg Fortschritte gemacht. Auch im nächsten Etat wird investiert. Das ist nötig. Denn so gut, wie das Land sich sieht, steht es nicht da.

Politik/Baden-Württemberg : Bärbel Krauß (luß)

Stuttgart - Auch wenn nur ein Drittel, der im nächsten Landesetat für den Breitband-Ausbau eingestellten 734 Millionen Euro im gleichen Jahr schon fließen werden, hat die grün-schwarze Koalition im Südwesten mit der Gesamtsumme immerhin einen richtigen Akzent gesetzt. Denn natürlich hängen Fortschritt und Wohlstandsentwicklung in den kommenden Jahren extrem davon ab, dass die digitale Infrastruktur im Land besser wird. Und trotz allen Fortschritten bei der Breitbandversorgung, die in den vergangenen fünf Jahren erreicht wurden und für die der hiesige Digitalisierungsminister Thomas Strobl (CDU) sich zurecht selbst lobt, befindet sich Baden-Württemberg immer noch in einer Aufholjagd.

 

Die Latte liegt höher

Gern vergleicht das Stuttgarter Innenministerium die Breitbandanbindung hierzulande mit den deutschen Flächenländern. Das sieht gut aus und kaschiert, dass dieser Durchschnitt durch einige ostdeutsche Länder deutlich nach unten gezogen wird.

Wenn es etwa um die schnelle Glasfaser-Anbindung mit Übertragungsraten von mehr als tausend Mbit je Sekunde geht, hat der Südwesten bei der Versorgung der Haushalte in zwei Jahren zwar einen veritablen Satz von sechs auf 57 Prozent gemacht. Aber Bayern bringt es auf eine Abdeckung von 60,1 Prozent, Niedersachsen auf 62,0 Nordrhein-Westfalen auf 63,5 und Schleswig-Holstein auf 78,5 Prozent. Dort liegt die Latte, an der Grün-Schwarz sich messen sollte.

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