Iranische Fußballfans in Sorge Bitte nicht sexy bei der WM-Auslosung

Von red/dpa 

Irans Fußballfans haben an die Moderatorin Maria Komandnaja appelliert, bei der WM-Auslosung nicht zu sexy zu moderieren – und dafür ist die Sportjournalistin bekannt. In diesem Fall würde das Staatsfernsehen nämlich sofort abschlaten.

Wenn es an die Auslosung der Gruppen bei der WM 2018 geht, wollen die iranischen Fans auch gerne an den Bildschirmene dabei sein. Doch die Sache hat einen Haken. (Symbolfoto) Foto: dpa
Wenn es an die Auslosung der Gruppen bei der WM 2018 geht, wollen die iranischen Fans auch gerne an den Bildschirmene dabei sein. Doch die Sache hat einen Haken. (Symbolfoto) Foto: dpa

Teheran - Iranische Fußballfans sorgen sich um die Live-Übertragung der WM-Auslosung im iranischen Staatssender IRIB. Grund dafür ist die Garderobe der russischen Sportjournalistin Maria Komandnaja. Sie wird die Zeremonie gemeinsam mit dem englischen Ex-Fußballer Gary Lineker moderieren. Wegen der strengen islamischen Vorschriften wird das Programm bei IRIB jedoch sofort unterbrochen, sobald Bilder von leicht bekleideten Frauen gezeigt werden.

Aus Sorge, die Auslosung nicht komplett sehen zu können, haben viele iranische Fans die Moderatorin in den sozialen Medien gebeten, sich nicht zu sexy anzuziehen. „Bitte hilf uns mit der Wahl deiner Garderobe, damit auch wir die ganze Zeremonie sehen können“, schrieb ein persischer Fan auf der Instagram-Seite der Russin. Tausende solcher Appelle soll es laut iranischen Medienberichten vom Dienstag gegeben haben.

Komandnaja kündigt „dezente Garderobe“ an

Laut dem Portal Mokhbernews soll Komandnaja den Fans geantwortet haben, dass sie von den Restriktionen im Iran nicht gewusst habe. Sie kündigte eine „dezente Garderobe“ an - diese bestimmt allerdings der Weltverband Fifa und nicht die Moderatorin. 2006 gab es das Problem mit Heidi Klum, vor vier Jahren in Rio musste die Sendung wegen der Samba-Tänzerinnen sogar minutenlang unterbrochen werden.

Dennoch werden Millionen von Iranern die Auslosung am Freitag in Moskau verfolgen. Sie hoffen auf Argentinien, Brasilien oder Deutschland als Gruppengegner der iranischen Nationalmannschaft. Auf Weltmeister Deutschland traf das iranische Team schon einmal bei der WM 1998 in Frankreich und verlor damals in Montpellier mit 0:2.




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