Für das Open-Air-Konzert von Iron Maiden in Stuttgart sind die Wetteraussichten nicht gut. Was sagt der Veranstalter – und warum sind eigentlich Regenschirme verboten?

Digital Desk: Michael Bosch (mbo)

Wer Bilder von Rock- und Metalfestivals kennt, der weiß: Bisweilen werden die Konzerte zu regelrechten Schlammschlachten. Die Fans stört das in der Regel nicht. Matschig wird es auf dem Cannstatter Wasen beim Konzert von Iron Maiden an diesem Samstag definitiv nicht – aber voraussichtlich nass.

 

Darauf stellt sich auch der Veranstalter ein. „Wir gehen davon aus, dass es feucht wird, aber die Veranstaltung findet definitiv statt“, sagt Arnulf Woock, Pressesprecher von Russ Live. Regenschirme, auch „Knirpse“, sind bei der Großveranstaltung aber verboten – daran ändern auch die Aussichten nichts. „Da dies ein reines Stehplatzkonzert ist, würde dies den Fans hinter Euch die Sicht nehmen. Für Regenschirme gibt es keine Garderobe oder Asservate vor Ort, daher bitten wir darum, diese zu Hause oder im Auto zu lassen“, erklärt der Veranstalter das Regenschirm-Verbot auf seiner Seite.

„Wir gehen ja nicht blauäugig in so eine Veranstaltung“

Den 45.000 Besuchern, die Tickets für das Konzert der Rocklegenden erworben haben, bleibt also nur, sich mit entsprechender Kleidung für einen etwaigen Wolkenbruch zu wappnen. „Zur Not haben wir auch Regencapes, die wir ausgeben können“, sagt Woock. Er bittet die Konzertbesucher aber darum, möglichst selbst eine Regenjacke einzupacken.

Für den Fall eines schwerer Unwetters sind Bühne und die sonstigen Einrichtungen, die auf dem Wasen aufgebaut werden, beispielsweise auch für größere Windstärken ausgelegt und gesichert. „Wir gehen ja nicht blauäugig in so eine Veranstaltung“, sagt Woock. Heißt auch: Es gibt Notfallpläne für den Fall, dass das Konzert tatsächlich abgebrochen werden muss.

Wann würde das Konzert abgebrochen?

Das wäre beispielsweise dann der Fall, wenn ein Gewitterdas am Wochenende nicht ausgesschlossen ist – während des Konzerts direkt über das Gelände zieht und sich „eine Gefahrensituation für das Publikum ergibt“, wie es Woock ausdrückt. Dabei komme es auch darauf an, um wie viel Uhr und wie schnell es aufziehe. Die Verantwortlichen sind dabei mit Polizei und Feuerwehr in Kontakt. Auch Meteorologen des Deutschen Wetterdiensts, die die Lage einschätzen können, sind mit im Boot. „Das ist ein eingespieltes Prozedere“, sagt Woock.

„Bei einer Einzelveranstaltung ist eine Unterbrechung schwierig, auch weil das Konzert zu einer bestimmten Uhrzeit fertig sein muss“, sagt Woock. Bei einem Festival über mehrere Tage sei das eher möglich.