Im Januar kommt in Esslingen ein Auto auf den Gleisen zum Stehen, nachdem es vorher andere Fahrzeuge gerammt hat. Jetzt sind erste Ermittlungsergebnisse bekannt.
Es hätte tragisch enden können. Bei einem spektakulären Unfall im Januar dieses Jahres fuhr ein Auto in Esslingen unter der Adenauerbrücke auf die Gleise und kam dort zum Stehen. Ein Personenzug kollidierte mit dem Wagen. Der Fahrer und seine Beifahrerin konnten jedoch rechtzeitig aussteigen. Zuvor hatte der Kleinbus noch mehrere parkende Autos gestreift und beschädigt. Warum der 55-jährige Fahrer die Kontrolle über sein Auto verloren hatte, war zunächst unklar.
Drei Monate später sind die Ermittlungen der Verkehrspolizei so gut wie abgeschlossen und sollen in Kürze der Staatsanwaltschaft übergeben werden, wie die Pressestelle des zuständigen Polizeipräsidiums Reutlingen auf Anfrage mitteilt. „Hinweise auf eine Beeinflussung durch Alkohol oder Drogen haben sich nicht ergeben, sodass nach derzeitigem Stand von einer medizinischen Ursache auszugehen sein dürfte“, sagte ein Sprecher zu der Unfallursache.
Fahrer leicht verletzt, Zugführer erleidet Schock
Zum Glück wurden bei der Irrfahrt keine Passanten oder andere Autofahrer verletzt. Laut Polizei erlitt der Lokführer damals einen Schock. Der 55-jährige Fiat-Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Die Fahrgäste im Zug und die Beifahrerin blieben unverletzt. Der Unfall hatte erhebliche Auswirkungen auf den Zugverkehr. Zeitweise waren alle Gleise gesperrt.
Der Unfall ereignete sich am Vormittag des 12. Januars. Der Fahrer war gegen zehn Uhr mit seinem Fiat Scudo auf der Stauffenbergstraße in Richtung Ulmer Straße unterwegs. Auf Höhe eines Lidl-Marktes kam der Mann nach links von der Fahrbahn ab und prallte zunächst gegen ein geparktes Auto, wie die Polizei damals mitteilte. Anschließend wurde der Fiat nach rechts abgewiesen, streifte eine Grundstücksmauer und querte den Einmündungsbereich der Ulmer Straße. Dabei überfuhr der Wagen auch ein Verkehrsschild und einen Absperrpfosten.
Notbremsung kann Kollision nicht verhindern
Auf einem Firmenparkplatz unter der Adenauerbrücke kollidierte der Transporter mit einem geparkten Auto. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieses auf einen weiteren Wagen geschoben. Der Kleinbus geriet daraufhin auf die Gleise und blieb dort stehen. Kurz darauf leitete der Lokführer eines herannahenden Personenzugs in Richtung Stuttgart eine Notbremsung ein. Er konnte eine Kollision jedoch nicht mehr verhindern, so die Polizei. Der Triebwagen erfasste die Vorderseite des Kleintransporters.