Müllerson, Boatengson, Özilsdottir? Wer wäre jetzt nicht gern ein Isländer? Doch so ganz so einfach ist das mit den isländischen Nachnamen nicht. Ein Namensgenerator hilft bei der richtigen Wahl.

Digital Unit: Ann-Kathrin Schröppel (aks)

Stuttgart - Die Isländer erreichten nach dem Sieg über Englands Nationalmannschaft bei der Fußball Europameisterschaft 2016 in Frankreich Kultstatus. Nationale und internationale Fans feiern die isländische Nationalmannschaft wie Superstars und im Internet stößt man auf zahlreiche witzige, bewundernde oder skurrile Reaktionen im Bezug auf die Isländer.

Jetzt kommt mit dem isländischen Namensgenerator für das persönliche Fußballtrikot ein weiterer Gag hinzu. Die norwegische Zeitung „Verdens Gang“ VG kann man sich seinen eigenen Namen in der isländischen Version anzeigen lassen. Da ganz Europa die kleine Nation liebt, gibt es die Website in mehreren Sprachen. In das erste Feld des Generators tippt man den eigenen Vornamen und in das Eingabefeld darunter den Vornamen des Vaters – fertig ist der persönliche Name auf isländisch.

Nachnamen sind in Island unwichtig

Würde sich beispielsweise Boateng mit einem Wikingernamen schmücken wollen, stünde Princeson auf seinem Trikot. Der Vornamen mutet wenig Nordisch an: Jéromir. Der Shooting-Star aus dem vergangenen Spiel trüge Juliánór Háns-Jurgenson auf seinem Rücken und der, zumindest von der Größe her, an die isländischen Spieler erinnernde Manuel Neuer hieße Manuélir Örn Petersón. Fragen Sie nicht, woher das „Örn“ kommt, da haben sich die norwegischen Kollegen vermutlich einen Scherz erlaubt. Beim nächsten Versuch hieß er schon „Már“. Vermutlich müssen selbst die 1253 Isländer, deren Vater „Peter“ heißt irgendwie unterschieden werden. Und ohnehin ist der Nachname in Island wenig relevant, man spricht jeden und auch bei jeder Gelegenheit mit dem Vornamen an. Aber die UEFA möchte gern Nachnamen auf den Trikots, also fügen sich auch die Isländer.

Und das beschert dem Netz einen wunderbaren Zeitvertreib: Sei auch du ein Isländer! Der Trend verbreitete sich in den letzten Tagen immer mehr in dem sozialen Netzwerk Facebook. Da fehlt nur noch das passende isländische Fußball-Trikot, auf das man seinen isländischen Namen dann sticken lassen kann. Und das ist derzeit Mangelware, denn mit dem begeisternden Auftreten der nicht gerade als Fußballnation bekannten Isländer hat niemand rechnen können.

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