Island Radreise Tipps für Trips ins Land der Trolle

Von red 

Wind, Wetter, Weitenentfernung - wer auf Island eine Radreise tut, der sollte diese gut planen. Um dort angekommen festzustellen, dass Spontaneität das oberste Gebot ist und der Wettergott das Programm diktiert. Mit unseren Tipps rollt es sich jedoch entspannt durchs Elfen-Eiland.

Das Wetter ist in Island der Bestimmer. Insbesondere auf einer Radreise sollte man daher nichts erzwingen. Foto: Shutterstock/schame 8 Bilder
Das Wetter ist in Island der "Bestimmer". Insbesondere auf einer Radreise sollte man daher nichts erzwingen. Foto: Shutterstock/schame

Das Wetter ist der Boss...

... daher: nicht hadern und wehklagen, sondern Wind und Wetter nehmen, wie es ist. Die Routenplanung immer wieder den Launen des Wettergottes anzupassen, erspart jede Menge Frust. In diesem Zusammenhang gilt auch Tipp Nummer zwei... 

... fahre im Uhreigersinn, denn...

... im Norden scheint am häufigsten die Sonne, im Süden sind dagegen oft die himmlischen Schleusen geöffnet. Vik etwa ist mit 200 Tagen im Jahr die regenreichste Stadt Islands. Zudem braust der Wind meist im Uhrzeigersinn um die Insel. Die Betonung liegt auf "meist" - womit wir wieder bei der Planbarkeit auf Island wären. An den Straßen stehen mancherorts große Tafeln, die das Mikroklima sowie die Windgeschwindigkeiten auf der Strecke anzeigen. Wer einmal gegen eine Windstärke von 15 Metern pro Sekunde gefahren ist, weiß, das macht keinen Spaß. Deshalb: lieber zuvor darüber schlau machen, woher der Wind gerade weht.

Die Sache mit den isländischen Fata-Morganas

Besonders ärgerlich, wenn die Wadenmuskulator ohnehin schon recht säuerlich drauf ist: Entfernungen in Island können leicht unterschätzt werden. Das liegt daran, dass hier der Blick so unendlich weit schweifen kann. Deshalb vermutet man etwa eine Brücke oder einen Ort in zehn Kilometern. Tatsächlich sind es aber 25 Kilometer. Ein Radcomputer ist daher eine durchaus sinnvolle Anschaffung. Womit wir bereits beim nächsten Tipp wären:

Kilometerangaben bitte nie ernst nehmen

Ob in der Landkarte oder auf Straßenschildern – die dort gemachten Entfernungsangaben scheint der isländische Fuchs gemessen zu haben. Ein Beispiel: Zwei Landkarten, selbe Strecke, unterschiedliche Entfernungsangaben. Das Straßenschild zeigt obendrein etwas völlig anderes an. Die Verwirrung ist komplett. Pauschal zehn Kilometer auf die gemachten Angaben obenauf schlagen und am Ende passt es ungefähr.

Auftanken wann immer möglich

Sauber, trocken und notfalls warm - diese Eigenschaften vereinen auf Island oft nur wenige Rastplätze. Und diese wenigen liegen oftmals weit auseinander. So kann es sein, dass eine Tankstelle mit Café und Laden erst in 80 Kilometern kommt oder die in der Karte ausgeschilderte Tanke nur eine Zapfsäule ist. Daher unterwegs im fantastischen Nirgendwo jede Chance nutzen, um aufzutanken.

Tief in die Satteltaschen greifen...

... denn auf Island kann es - neben den Campinggebühren, doch etwas teurer werden. In den Bonus Supermärkten einzukaufen, kann helfen, die Reisekasse etwas zu schonen. Dabei braucht der Island-Urlauber...

... Bargeld nur zum Duschen

Selbst die Tasse Kaffee lässt sich auf Island mit Kreditkarte bezahlen. Für manche Duschen auf den Campingplätzen gilt dagegen: nur Bares ist Wahres. Kronenstücke sollten daher immer im Brustbeutelchen verwahrt werden. Aber noch viel schöner als eine heiße Dusche ist ohnehin das...

... Baden in einem Hot Pot

Denn was gibt es Besseres, als nach einem Tag im Sattel bei 40 Grad Wassertemperatur die müden Muskeln zu entspannen? Da macht es dann auch nichts aus, wenn ringsum die Erde untergeht und es regnet und stürmt. Künstlich angelegte Hot Pots gibt es viele. Die von der Natur geschaffenen - etwa bei Myvatn - sind nochmals eine ganz eigene Kategorie.

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