Italien Von Bergstraße abgekommen – Fahrer und vier Jugendliche tot

Von red/dpa 

Im italienischen Piemont kommt es zu einem schrecklichen Unfall. Ein Auto kommt von einer Bergstraße ab, fünf Menschen sterben.

Es ist unklar, wie der Geländewagen von der Straße abkommen konnte. (Symbolbild) Foto: dpa/Patrick Seeger
Es ist unklar, wie der Geländewagen von der Straße abkommen konnte. (Symbolbild) Foto: dpa/Patrick Seeger

Castelmagno - Bei einem schweren Verkehrsunfall auf einer Bergstraße im italienischen Piemont sind der Fahrer und vier jugendliche Insassen im Alter von 14 bis 17 Jahren gestorben. Wie die Einsatzkräfte mitteilten, war der Geländewagen am frühen Mittwochmorgen kurz nach Mitternacht aus zunächst ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und rund 200 Meter in die Tiefe gestürzt.

Der Fahrer war 24 Jahre alt. Vier Personen im Alter von 17 bis 24 Jahren, die sich ebenfalls in dem SUV befanden, wurden bei dem Unfall in Castelmagno in der Provinz Cuneo teils schwer verletzt und in Kliniken gebracht. „Wir haben in einer Nacht die Hälfte der jungen Leute unseres Dorfes verloren“, sagte Bürgermeister Alberto Bianco der Nachrichtenagentur Adnkronos. Das kleine Dorf habe nur wenige Dutzend Einwohner.

Die Jugendlichen seien am Abend aus einer Ortschaft im Tal zusammen auf den Berg gefahren, um sich die Sterne anzusehen, berichteten lokale Medien und die Nachrichtenagentur Ansa. In diesen Augusttagen sind während der Phase der sogenannten Perseiden - eines jährlich wiederkehrenden Meteorstroms - viele Sternschnuppen zu sehen. Alle neun Leute seien aus dem Auto geschleudert worden, hieß es. Der Wagen war nach ersten Erkenntnissen nur für sechs Insassen zugelassen. Die fünf Opfer starben den Angaben zufolge noch vor Ort.

Das Unglück passierte auf einer Schotterstraße ohne Leitplanken in rund 1800 Metern Höhe. Warum der Wagen von der Straße abkam, sollen Untersuchungen und eine Befragung der Überlebenden zeigen. „Die Tragödie ist passiert, nicht weil die Kids Alkohol getrunken haben, sondern weil sie abgelenkt wurden. Das haben mir die Carabinieri versichert“, sagte Bürgermeister Bianco. Der Wagen sei „vielleicht 15 Stundenkilometer schnell gewesen. Und die Straße kannten sie gut, schließlich sind sie darauf jeden Tag unterwegs gewesen, um die Kühe auf die Alm zu bringen.“




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