Jahreshauptversammlung beim VfB Stuttgart Der VfB stellt seine Gremien neu auf

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Auf der Jahreshauptversammlung am 28. Juli werden sowohl der der Aufsichtsrat als auch der Ehrenrat gewählt. Laut StZ-Informationen wird es zu größeren Veränderungen kommen.

Der VfB-Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Schmidt hat Ideen. Foto: Pressefoto Baumann
Der VfB-Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Schmidt hat Ideen. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart - Die Mitglieder des VfB Stuttgart sollten nächste Woche lieber mal öfter in ihren Briefkasten gucken. Schließlich ist spannende Post von ihrem Verein zu erwarten – in Form des Magazins „Dunkelrot“, das jetzt in seiner aktuellen Ausgabe sogar eine Beilage enthält. Der Anlass ist die Jahreshauptversammlung am 28. Juli, auf der sowohl der Aufsichtsrat als auch der Ehrenrat gewählt werden muss. Und in der „Dunkelrot“-Beilage steht dann bereits, wie sich der VfB das vorstellt.

Nach StZ-Informationen wird es zu größeren Veränderungen kommen. So bleiben vom bisherigen Aufsichtsrat nur der Chef Joachim Schmidt sowie sein Stellvertreter Eduardo Garcia und der frühere Nationalspieler Hansi Müller übrig. Nicht mehr dabei sind dagegen Ralf Klöpfer und Rudolf Zipf. Für sie rückt in Hartmut Jenner der Geschäftsführer der Firma Kärcher nach, die den VfB seit langer Zeit als Partner unterstützt. Weil der Aufsichtsrat auf sechs Personen aufgestockt wird, gibt es jedoch weitere Kandidaten, mit denen gerade noch letzte Details zu klären sind – Hans Rudolf Zeisl etwa, Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Volksbank, oder der Puma-Manager Matthias Bäumer und Franz Reiner, der Chef der Mercedes-Bank, die seit 2012 der VfB-Hauptsponsor ist.

Der Plan, die Sportkompetenz des Gremiums durch die Berufung eines weiteren ehemaligen Profis neben Müller zu stärken, wurde verworfen – zu Gunsten der Wirtschaftskapitäne. Sie sollen neue Geldquellen erschließen, um die zuletzt gewaltig schwächelnde Mannschaft verstärken zu können. Dazu passt auch die Aussage des Präsidenten Bernd Wahler, der vor ein paar Wochen von „zwei oder drei Krachern“ als Neuzugänge gesprochen hatte. Bisher warten die Fans auf solche Verpflichtungen.

Ohlicher soll Vorsitzender des Ehrenrats werden

Der Manager Fredi Bobic ist weiter auf der Suche, doch mit einem Abschluss rechnet er nicht so schnell, „weil sich auf dem Markt kaum was bewegt“. Bewegung herrscht dafür in den eigenen Reihen, da Bobic ein Expertenteam zur Seite gestellt werden soll – bestehend aus alten VfB-Spielern und/oder Trainern, die auch in Transfers eingebunden werden sollen. Das ist vor allem das Ziel von Joachim Schmidt. Wer diese Fachleute sind und welche Funktion sie genau haben sollen, ist aber noch ungewiss und kaum bis zur Mitgliederversammlung zu klären.

Dagegen wird dort über den künftigen Ehrenrat abgestimmt. Der Vorsitzende Alfred Grupp scheidet altershalber aus. Nachfolger soll Hermann Ohlicher werden – was sich allerdings nicht am 28. Juli entscheidet, sondern erst später bei der ersten Sitzung des Ausschusses. Der frühere Kapitän und Meisterspieler von 1984 gehört dem Ehrenrat bereits seit einiger Zeit an – im Gegensatz zu Guido Buchwald. Der Weltmeister von 1990 ist neu in der Runde, die daneben aus Alfred Schütter, Horst Arzt und Wolf-Dietrich Erhard besteht.

Neben diesen Personaldebatten geht es am 28. Juli auch noch um die Ausgliederung der Profiabteilung. Wahler erklärt das Modell, über das auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst abgestimmt werden könnte. Mehr darüber erfährt man dann eventuell schon in der übernächsten Nummer von „Dunkelrot“.