Zum Auftakt der großen Konzerte bei den diesjährigen Jazz Open auf dem Schlossplatz ist Liam Gallagher zu Gast gewesen. Im Gepäck hatte er jede Menge Songs seiner legendären Ex-Band Oasis.

Kultur: Jan Ulrich Welke (juw)

Stuttgart - Sehr, sehr lange ist es schon her, dass der Sänger Liam Gallagher in Stuttgart auf der Bühne stand. Schon deshalb ist es schön, dass er am Mittwochabend den Weg zu den Jazz Open gefunden hat, die mit dem früheren Oasis-Sänger ihr diesjähriges Programm auf der großen Bühne am Schlossplatz eröffnet haben.

Der Mann aus Manchester machte allerdings auch dort weiter, wo er einst aufgehört hat: mit „Hello“, „Rock’n’Roll Star“ und „Morning Glory“ spielte er gleich drei Songs seiner früheren Band zur Eröffnung des Konzerts. Ohnehin ist sein Programm von reichlich Oasis-Songs geprägt, was freilich vielen Menschen im – insbesondere auf der spärlichst besetzten Tribüne – nicht eben riesengroßen Publikum sehr zupasskommt.

Dazwischen gibt es im Konzertverlauf einiges – und zwar wirklich nur einiges – von seinen bisher zwei Soloalben zu hören, ehe dann nach rund 80 Minuten zur knappen Ein-Song-Zugabe „Wonderwall“ ertönt, der Klassiker aller Klassiker, die ihn mit seiner Ex-Band groß gemacht haben. Handelt es sich also mehr oder weniger nur um eine Oasis-Best-of-Revue – oder doch um ein richtig eigenständiges Konzert des Solokünstlers Liam Gallagher? Dazu mehr in Bälde in einer ausführlichen Besprechung des Abends.