Jazzclub Leonberg Werner Acker: „Mit dem willst du unbedingt mal zusammen spielen“

Mehr als beschwingt: Werner Acker, Thimo Niesterok, Judith Goldbach spielen im Leonberger Jazzclub. Foto: Slotwinski

Der Gitarrist Werner Acker sah Thimo Niesterok auf einem Festival und war begeistert. In Leonberg wurde daraus ein generationsübergreifendes Jazz-Highlight.

Leonberg: Thomas K. Slotwinski (slo)

Es ist gut, dass Berufsmusiker nicht nur auf der Bühne stehen, sondern sich bisweilen auch ins Publikum mischen. Und so kam es, dass ein altgestandener Gitarrist auf einem Festival einen jungen Trompeter gesehen und gehört hat, von dem er spontan begeistert war. „Ich hab’ gedacht: Mit dem willst du unbedingt mal zusammen spielen“, erzählt Werner Acker. „Und deshalb bin ich einfach auf ihn zugegangen.“

 

Das Ergebnis dieses musikalischen Mehrgenerationenprojekts war jetzt beim Leonberger Jazzclub zu begutachten. Werner Acker hatte für einen Auftritt mit seinem Swing-Quartett Thimo Niesterok eingeladen. Eine goldrichtige Wahl, es wurde ein grandioses Konzert.

Erstklassige Künstler spielen in Leonberg

Nun sind im Grunde alle Konzerte, die unter der Fahne des Jazzclubs laufen, von hoher musikalischer Güte. Fidi Gänger, Vorsitzender, Mastermind und gute Seele des Jazzclubs in einem, ist in der deutschen Jazzszene bestens vernetzt und holt immer wieder erstklassige Künstler nach Leonberg.

Doch der 30-jährige Niesterok setzt wirklich außergewöhnliche Akzente an Trompete und Flügelhorn: mal ganz dezent im Hintergrund, wenn Werner Acker mit einer Gitarre der legendären Serie Gibson Les Paul auf Entdeckungsreise geht, dann wieder dominant, stakkatoartig, brillant. Dazu kommt die in Leonberg schon bestens bekannte Rhythmussektion mit Judith Goldbach am Kontrabass und dem an diesem Abend besonders explosiven Schlagzeuger Herbert Wachter.

Weiter geht’s noch im Mai mit Iris Oettinger

Von Cole Porter bis Duke Ellington: Die vier Akteure swingen, was das Zeug hält. Und das Publikum in der Steinturnhalle ist aus dem Häuschen, gibt auch nach der zweiten Zugabe keine Ruhe. Die Band muss ein drittes Mal auf die Bühne. Dass dem Wahl-Kölner Niesterok, der eigentlich vom Bodensee stammt und seine ersten musikalischen Versuche im örtlichen Musikverein gemacht hat, eine große Zukunft gehört, steht außer Frage.

Beschwingt geht es am 21. Mai im Jazzclub Leonberg weiter. Dann kommt das Swingtett der Nürtinger Schlagzeugerin Iris Oettinger. Mit dabei ist der amerikanische Posaunenstar Dan Barrett. Dass der auch schon mal mit Thimo Niesterok gespielt hat, ist eigentlich nicht verwunderlich.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Leonberg Konzert