Video von Jennifer Rostock Anti-AfD-Song wird zum Netzhit

Die Band Jennifer Rostock hat sich in einem Video auf Facebook klar zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern positioniert. Foto: Jennifer Meyer 5 Bilder
Die Band Jennifer Rostock hat sich in einem Video auf Facebook klar zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern positioniert. Foto: Jennifer Meyer

Kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die Berliner Band Jennifer Rostock mit einem Song gegen die AfD einen Netzhit gelandet. Bei Facebook klickten bis Mittwoch 4,4 Millionen Menschen auf ein Video, das die Band in Wohnzimmer-Kulisse aufnahm.

Stuttgart - Am Sonntag wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Die jüngsten Umfragen von Forschungsgruppe Wahlen und Infratest dimap sagen der AfD dabei großen Erfolg voraus. Demnach kommt die Partei auf 21 Prozent. Nun veröffentlichte die deutschsprachige Rock-Band Jennifer Rostock mit einem Video auf Facebook eine Wahlempfehlung der etwas anderen Art.

"Willst du, dass man Sozialleistungen kürzt? Bist du bereit, auch noch mit 67 nicht in Rente zu gehen? Okay, dann wähl die AfD", singt Frontfrau Jennifer Weist, begleitet nur von einem Klavier vor einem großen Bücherregal. "Aber nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber", lautet der Refrain des knapp zweieinhalb Minuten dauernden Liedes.

"Drei Kinder pro Familie, Mann im Job und Frau am Herd - das will die AfD. Einen Lehrplan an den Schulen, der auch nur dieses Weltbild lehrt - das will die AfD", warnt die aus Zinnowitz auf der Insel Usedom stammende Weist. "Bist du n' bisschen chauvi und ganz schön homophob? Scheißt du auf gesellschaftlichen Fortschritt, sag der freien Welt ade und geh - wähl die AfD."

"Eine Religion als Feindbild, rechter Terror und was weiß ich - das alles riecht verdammt nochmal nach 1933", heißt es weiter. Daher ist die Empfehlung am Ende eindeutig: "Du willst, dass sich was ändert in dem Land und zwar zum Guten, na dann geh und wähl - nur bitte diesen Scheiß nicht!"

Unzählige Reaktionen im Netz

Bis Mittwochmittag wurde das Video auf Facebook über 69.500 Mal geteilt. Und wie so oft in den sozialen Netzwerken übertreffen sich die User in ihren Kommentaren mit teils sexistischen Beleidigungen und Beschimpfungen.

 

 

 

 

Doch die Band erhält auch viel Zuspruch:

 




Unsere Empfehlung für Sie