Jetzt mitmachen: Projekt „Zeitung in der Schule“ Lust auf Zeitung

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Drei oder sechs Wochen lang die StZ kostenlos lesen, viel übers Zeitungmachen lernen und das Pressehaus in Möhringen kennenlernen: das alles ist möglich mit dem Projekt „Zeitung in der Schule“. Lehrer können ihre Klassen noch anmelden.

Die Zeitung kommt in die Schule – auch in den Kunstunterricht. Alles ist möglich mit Zisch! Foto: privat
Die Zeitung kommt in die Schule – auch in den Kunstunterricht. Alles ist möglich mit Zisch! Foto: privat

Stuttgart - Allein im vergangenen Jahr haben mehr als 7500 Schüler bei „Zeitung in der Schule“ (drei oder sechs Wochen lang) und „Zeitung in der Grundschule“ mitgemacht, die StZ und die Stuttgarter Kinderzeitung wurden in 300 Klassen gelesen, zerlegt und teilweise verarbeitet zu wunderschönen Kunstprojekten, wie etwa in der Kastell-Realschule in Welzheim (siehe auch das Foto auf dieser Seite). Nahezu 60 Klassen haben das Angebot angenommen, das Pressehaus zu besuchen und die Druckerei zu besichtigen.

„Super Idee, vielen Dank“

Fast alle nutzten die Gelegenheit zu einem Gespräch mit einem Redakteur – was gut ankam. „Ein besonderes Highlight war der Bericht der Redakteurin. Diese Erfahrungen aus der Praxis haben den Schülern sehr gut gefallen und waren für sie interessant. Vor allem aber hat das den theoretischen Teil am Anfang lebendig gemacht. Super Idee, nochmals vielen Dank! Schöne Grüße an das gesamte Zisch-Team für die Durchführung eines so tollen Projektes – mir hat es auch dieses Jahr wieder viel Spaß gemacht!“, schrieb uns Monika Leipold, die mit ihrer Klasse der Philipp-Matthäus- Hahn-Schule aus Nürtingen zu Gast war. Mehr als 30 Klassen haben sich auch die Redaktion ins Klassenzimmer eingeladen. Diese Zahlen allein besagen schon: Die Zeitung ist in der Schule willkommen, sie wird genutzt, gelesen – und bestenfalls nach drei oder gar sechs Wochen gekannt! Gerade Letzteres ist eine Nachricht.

„Schüler sind ohne Erfahrungen gestartet“

Im Rahmen der JIM-Studie 2017 des medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest wurden Zwölf- bis 19-Jährige in Deutschland neben der generellen Mediennutzung auch zu ihrem Medienumgang im Hinblick auf Hausaufgaben, Lernen und Schule befragt. Hatten im Jahr 2016 noch 54 von 100 Haushalten ein Tageszeitungsabonnement, sind es 2017 noch 48 gewesen. Das heißt, viele Schüler lernen die Tageszeitung nicht mehr selbstverständlich im Elternhaus kennen. Für viele ist die Zeitung in der Schule tatsächlich eine Entdeckung. Eine Lehrerin schrieb uns: „Die Schüler sind quasi ohne Erfahrung gestartet und haben sich immer besser zurecht gefunden, haben es zu einer alltäglichen Routine gemacht und „ihre“ Seiten gefunden. Sie haben verstanden, dass Zeitung mehr ist als reine Weitergabe von Fakten.“ Erstmals wurden im Rahmen des Projekts auch virtuelle Besuche angeboten – die Redaktion kam per Skype ins Klassenzimmer.

Interviews per Skype im Klassenzimmer

Ganz nach dem Motto „Das Gerät ist spannend, also könnte der Inhalt auch interessieren“ zeigte sich, dass die Schüler großen Spaß daran hatten. Besuche per Skype wird es auch dieses Schuljahr geben. Darüber hinaus werden bei jedem Unterrichtsbesuch in den Klassenzimmern künftig alle digitalen Kanäle der Stuttgarter Zeitung vorgestellt. Das gehört zu einem modernen Medienhaus, auch wenn in den Schulen die gedruckte Zeitung weiter die Nummer eins bleibt. Und die gilt es binnen der drei- oder sechswöchigen Projektphase kennenzulernen. Für Lehrer und Schüler haben wir eine umfangreiche Materialbörse zusammengestellt, darunter eine Einführung in die journalistischen Darstellungsformen, Anregungen für den Unterricht, kreative Spielideen, oder auch Kopiervorlagen für den Unterricht.