Wernau ist zwar jung. Aber die beiden Dörfer, aus denen die Stadt hervorgegangen ist, blicken auf 750 Jahre zurück. Das wird im Juli 2026 drei Tage lang gefeiert.

Nächstes Jahr können die Wernauer mit einem großen Fest ihr 750-jähriges Jubiläum feiern. Von Freitag, den 3. Juli, bis Sonntag, 5. Juli, soll die Party für die Bürgerinnen und Bürger auf dem Festplatz am Neckar steigen.

 

Eigentlich gibt es Wernau erst seit 1938, entstanden durch die Zwangsvereinigung der beiden Dörfer Pfauhausen und Steinbach. Diese haben jedoch eine deutlich längere Geschichte: Pfauhausen wurde 1274 erstmals urkundlich erwähnt, Steinbach zwei Jahre später – weshalb in Wernau kommendes Jahr das 750-jährige Jubiläum zelebriert wird. So hat es die Stadt auch 1976 schon gehalten, als sie 700 Jahre feierte.

Bürger sollen etwas Bleibendes erschaffen

Ein Organisationsteam aus Beschäftigten der Stadtverwaltung, Ehrenamtlichen vom Verein Kult und einer Eventagentur beschäftigt sich schon länger mit dem Jubiläumsprogramm. Geplant sind unter anderem ein Rummel mit Fahrgeschäften, ein Bierzelt mit Festprogramm und Party, Beiträge von lokalen Vereinen und Bands, ein Familiennachmittag mit Spielen, ein Weißwurstfrühstück, ein Sponsorenlauf und ein Gottesdienst. Mini-Disco, Mini-Bierproben und ein Gewinnspiel gehören ebenfalls dazu. Und schließlich sollen die Wernauer und Wernauerinnen auch gemeinsam etwas Bleibendes erschaffen, vielleicht eine Skulptur oder ein anderes Werk.

Ein Höhepunkt wäre sicherlich das erhoffte VfB-Legenden-Spiel: Dabei treffen ehemalige VfB-Größen beim Kick mit lokalen Fußballern zusammen. Dieser Programmpunkt ist zwar angefragt, eine Zusage hat die Stadt aber noch nicht – man sollte die Vorfreude also noch etwas zügeln.

Standort der großen Sause wird der Festplatz im Neckartal sein. Nicht alle Ratsmitglieder sind darüber glücklich: Die CDU hatte in einem Antrag vorgeschlagen, die Veranstaltung in die Ortsmitte zu verlegen, vorzugsweise auf den Platz beim Quadrium und dem alten Rathaus, wo ja einst auch die Grenze zwischen Pfauhausen und Steinbach verlief. Die Stadtverwaltung sprach sich dagegen aus: Zum einen riskiere man mit dieser Änderung, die Ehrenamtlichen, die schon viel Vorarbeit geleistet hätten, auszubremsen oder zu verlieren. Zum anderen sei in der Ortsmitte kein Platz für den Rummel, die Anwohner würden durch das dreitägige Event belastet und die Kirchheimer Straße müsste gesperrt werden. So bleibt es nun beim Standort im Neckartal, wenngleich nicht alle darüber glücklich sind. Die Freien Wähler hätten sich entsprechend dem CDU-Antrag eher ein Fest in der Ortsmitte vorgestellt. So gesehen „wäre eine frühere Zwischeninformation eigentlich ganz geschickt gewesen“, merkte Alfred Freistädter (FWV) an. Bei anderen Fraktionen überwog die Vorfreude auf das Fest.

Maximal 100 000 Euro von der Stadt

Einig war man sich, was das finanzielle Limit angeht. Die Stadtverwaltung hatte in ihrem ersten Aufschlag noch von 150 000 Euro gesprochen, die CDU forderte in ihrem Antrag erhebliche Einsparungen. Jetzt stehen 100 000 Euro als Maximalbetrag für den städtischen Zuschuss im Raum. Was darüber hinausgeht, muss verdient werden, sei es durch Merchandising-Produkte, mithilfe von Sponsoren oder auch durch den Getränkeverkauf.