Judo: 31. Kappelbergturnier Podest trotz lädiertem Ellbogen

Tamara Kuhn (links) vom Fellbacher Gastgeberverein muss im Finale verletzungsbedingt aufgeben. Foto: Eva Herschmann

Tamara Kuhn von der Budoabteilung des SV Fellbach wird beim 31. Kappelbergturnier in der Gäuäckerhalle I Zweite. Ihr Vereinsgefährte Max Gneithing belegt den siebten Platz.

Ihren Auftritt beim 31. Kappelbergturnier wird Tamara Kuhn von der Budoabteilung des SV Fellbach nicht vergessen. Nicht nur, weil es ihre letzte Teilnahme beim traditionsreichen Nachwuchsturnier für Judoka war. Die 17-Jährige belegte in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm beim Jahrgang 2008 den zweiten Platz – und musste gleich nach dem verlorenen Finale gegen Mia Förster (PS Karlsruhe) mit einer Armverletzung ins Krankenhaus.

 

Im Finale schmerzt der Ellbogen zu sehr

Wörtlich übersetzt bedeutet Judo „der sanfte Weg“. Der Gegner oder die Gegnerin soll durch geschickte Techniken aus dem Gleichgewicht gebracht werden und geworfen werden, ohne ihn oder sie dabei zu verletzen. Doch nicht immer stimmen Praxis und Theorie überein. Bei Tamara Kuhn passierte das Malheur bei einem Freundschaftskampf im Rahmen des Turniers. „Meine Gegnerin hat mich gehebelt, ich habe abgeschlagen, um zu sagen, ich gebe auf. Aber sie hat weitergemacht, und dann hat mein rechter Ellbogen geknackt“, sagt die SVF-Judoka, die ab dem nächsten Jahr in der Altersklasse U21 startet. Dennoch kämpfte sich Tamara Kuhn bis ins Finale, musste dann aber aufgrund der Schmerzen aufgeben. „Da war ich schon sehr traurig, ich hätte mich gerne mit einem Sieg vom Heimturnier verabschiedet, und das wäre möglich gewesen.“ Die Ärzte vermuten, dass es eine Muskelverletzung ist, sagt Tamara Kuhn. „Ob es ein Riss oder nur eine Dehnung ist, wird das MRT zeigen. Auf alle Fälle muss ich erst mal eine Pause vom Sport machen.“

450 Judoka am Start

Beim Turnier am Samstag und Sonntag in der Fellbacher Gäuäckerhalle I, an dem rund 430 Judoka der Jahrgänge 2008 bis 2015 aus Württemberg, Baden, Bayern und Hessen am Start waren, war auch akustisch von Sanftheit nicht viel zu spüren. Vor allem am Rand, wo die Trainerinnen und Trainer versammelt waren, ging es lautstark zu: „Schieben, schieben“ und „nimm ihn richtig“ hörte man immer wieder.

Max Gneithing muss in die Trostrunde

Auf der Matte wahrten die Judoka die in dem Kampfsport geforderten Regeln der Höflichkeit. Auch in der Niederlage. Max Gneithing vom SVF, der im vergangenen Jahr Dritter in seiner Alters- und Gewichtsklasse geworden war, ging nach seiner Erstrundenniederlage gegen Luka Grginicic vom Judoverein Nürtingen klaglos von der Fläche. Sein Gegner wurde am Ende unter den 18 Startern beim Jahrgang 2012 bis 60 Kilo Dritter. Max Gneithing musste in die Trostrunde und landete schließlich noch auf dem siebten Rang.

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