Mit fast 40 Mädchen und Jungs im Alter von sechs bis neun Jahren war das Judo-Dojo der SV Böblingen beim Nikolausturnier proppenvoll. Für die meisten war es die Wettkampfpremiere, das erste Behaupten vor Publikum und Kampfrichtern.
In verschiedenen Gewichtsklassen traten die Kids gegeneinander an und durchliefen zugleich neun abwechslungsreiche Stationen, die Geschick, Mut und Freude an Bewegung forderten und förderten. Von der sicheren Fallschule über das flinke Seilklettern, das Stapeln von Matten, den kräftezehrenden Huckepack-Lauf bis hin zum ersten echten Zweikampf – dem sogenannten Randori – wartete auf die jungen Sportler eine große Bandbreite an Herausforderungen. Dabei ging es weniger um Sieg oder Niederlage, sondern darum, das Gelernte in die Praxis umzusetzen und Spaß zu haben.
Der Stolz nach jedem erfolgreich absolvierten Duell, jeder geschafften Übung war den Kindern anzusehen. Und selbst wenn etwas nicht so klappte wie gewollt, war das nicht schlimm. Die Haltung, nach Rückschlägen neue Kraft zu schöpfen, gehört zu den wichtigsten Tugenden im Judo und ist zugleich eine Lektion über die Matte hinaus. Auch in dieser Hinsicht geriet das Nikolausturnier zu einem Erfolgserlebnis unabhängig von Platzierungen oder Medaillen.
Zum Abschluss gab es noch eine kleine Showkampfeinlage mit Olympiateilnehmerin und Vizeweltmeisterin Katharina Menz aus Magstadt, die Jung und Alt zum Staunen brachte. Danach erhielt jeder Teilnehmer eine kleine Überraschung sowie eine große Portion Applaus. Wenn beim Osterhasenturnier erneut so viele Mädels und Buben mitmischen wollen, soll es übrigens in die große Murkenbachhalle gehen.