Judo beim VfL Sindelfingen Meike Wegner holt sich Gold bei der Veteranen-Europameisterschaft

Zwei Britinnen im wahrsten Sinne des Wortes im Griff gehabt: Mit ihren beiden Siegen in Riga wurde Meike Wegner (re.) Veteranen-Europameisterin. Foto: Wilfried Vilz

Meike Wegner international und Aylin Mill sowie Bianca Chiara Schmidt innerhalb Deutschlands zeigten mit Medaillen, dass mit Judo-Kämpferinnen des VfL Sindelfingen immer zu rechnen ist.

Die Judoka des VfL Sindelfingen haben einige starke Frauen in ihren Reihen. Das zeigte sich zuletzt an drei Beispielen. Meike Wegner wurde in ihrer Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm Veteranen-Europameisterin im lettischen Riga, und holte dort zudem Bronze mit dem deutschen Team. Aylin Mill (plus 78 Kilogramm) und Bianca Schmidt (bis 78 Kilogramm) sicherten sich derweil bei den deutschen Pokalmeisterschaften im hessischen Velmar jeweils einen Platz auf dem Podest.

 

Die 31-jährige Meike Wegner hatte es in ihrer Altersklasse im EM-Einzelwettbewerb mit zwei Britinnen zu tun. Sie besiegte Laura Plumridge per Festhaltegriff und brachte Tasha Mahias per Würgegriff zur Aufgabe. Das reichte für den Titel. In der Mannschaft wurde sie gegen Großbritannien eingesetzt und zwang ihre Gegnerin in die Passivität, die damit disqualifiziert wurde. Im abschließenden Kampf gegen Frankreich II ging es um Platz drei. Es stand 2:2, als die VfL-Sportlerin zu der entscheidenden Begegnung antrat. „Es ist eine ganz besondere Herausforderung, wenn du weißt, jetzt kommt es auf dich an, und von dir hängt es ab“, beschreibt die Sindelfingerin ihre Gefühle. Doch sie behielt Nerven und Übersicht, brachte ihre Kontrahentin mit einem Hüftwurf zu Boden und machte den Erfolg per Haltegriff komplett.

Auf nationaler Ebene benötigte Aylin Mill nur 40 Sekunden, um die Nordrheinwestfälin Maren Eggert zu werfen. Gegen die Isenbüttelerin Amani Küster war sie nur für einen Sekundenbruchteil unaufmerksam, wurde so gleich zu Beginn überrascht und geworfen. Zum Duell um den dritten Rang musste sie gar nicht erst antreten, da sich ihre Rivalin zuvor verletzt hatte. „Ich habe mich generell körperlich fit gefühlt, die Trainings vor dem Wettkampf liefen gut. Aber irgendwie hat es dort dann nicht so hingehauen, wie ich es erhofft hatte“, schildert Aylin Mill. Das Problem sei gewesen, dass sie mit dem Kopf absolut nicht bei der Sache war – und das habe sie das Finale gekostet. „Das ist leider in unserem Sport so. Da reichen zwei Sekunden Unaufmerksamkeit, und es ist zu spät.“ Natürlich sei der Gewinn einer Medaille super, „aber das Ergebnis ist nicht ganz das, was ich mir vorgenommen hatte. Ich wollte meinen Titel nach Gold 2023 und 2024 erneut verteidigen.“

Zwei Siege, zwei Niederlagen für Bianca Chiara Schmidt

Bianca Chiara Schmidt betrat insgesamt viermal die Matte. Im ersten Kampf ging sie zwar mit einer großen Wertung in Führung, musste sich jedoch noch geschlagen geben. Im zweiten zeigte sie starke Bodenarbeit und gewann nach zwei kleinen Wertungen per Haltegriff. Den dritten entschied sie souverän mit einen Hüftwurf für sich. Im letzten wurde sie erneut wie beim Auftaktduell ausgekontert und verlor. Das brachte ihr in Summe Bronze ein. „Auch wenn die Teilnehmerzahl gering war, konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, fasste sie zusammen.

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