Jugend debattiert Nils Bronder ist der beste Debattierer der Stadt

Von Torsten Ströbele 

Der Neuntklässler des Neuen Gymnasiums in Feuerbach hat den Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ gewonnen. Nun zieht er ins Landesfinale ein und darf sein Können auf der nächsten Ebene unter Beweis stellen.

Am 13. März möchte sich Nils Bronder für das Landesfinale im Wettbewerb „Jugend debattiert“ qualifizieren, das etwa einen Monat später im Landtag stattfindet Foto: Torsten Ströbele
Am 13. März möchte sich Nils Bronder für das Landesfinale im Wettbewerb „Jugend debattiert“ qualifizieren, das etwa einen Monat später im Landtag stattfindet Foto: Torsten Ströbele

Feuerbach - Nils Bronder ist ein smarter junger Mann. Der Neuntklässler hat Charme. Er wirkt sympathisch und selbstbewusst – von Arroganz keine Spur. Der Gymnasiast ist zwar nach eigener Aussage kein begnadeter Schüler, aber er hat ein großes Talent: Er ist redegewandt und kann sehr überzeugend sein. Damit hat Nils Bronder bislang nicht nur im Deutschunterricht gepunktet, sondern kürzlich auch zum zweiten Mal beim Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“. War er im Vorjahr noch unglücklich wegen eines fehlenden Zählers am Finale vorbeigeschrammt, so kam er jüngst nicht nur in die Endrunde, sondern hinterließ bei der Jury sogar den besten Eindruck aller vier Finalisten.

Der Lohn für den Sieger: Am 13. März kann er sich im Rahmen des Vorentscheids für das Landesfinale am 17. April im Landtag qualifizieren. Sein Lehrer am Neuen Gymnasium in Feuerbach, Alexander Mak, traut ihm den Sprung unter die Besten in Baden-Württemberg durchaus zu. Auch die Rektorin Susanne Heß ist optimistisch: „Wir glauben an sein Talent und drücken ihm die Daumen. Er wird sicherlich weiterhin eine gute Rolle im Wettbewerb spielen.“

Diesmal will er sich mehr als eine Stunde vorbereiten

Der Neuntklässler selbst setzt sich nicht unter Druck: „Ich gebe kein großes Ziel aus. Ich will einfach nur mein Bestes geben.“ Nils Bronder weiß, dass es nicht einfach werden wird, aber er hat auch noch Luft nach oben. Auf den Regionalwettbewerb habe er sich nur eine Stunde intensiv vorbereitet. Dabei standen die drei Themen, über die es zu debattieren galt, schon zehn Tage vor der Veranstaltung fest: Sollen Bundesjugendspiele bundesweit in mehreren Sportarten durchgeführt werden? Soll ein Umweltpfand für Mobiltelefone eingeführt werden? Und: Sollen in Stuttgart gekennzeichnete Freiflächen für das Sprayen von Grafittis zur Verfügung gestellt werden? Doch dem Neuntklässler habe für die Vorbereitung auf sein Hobby schlichtweg die Zeit gefehlt. Das soll beim nächsten Mal allerdings anders werden.

An seiner Gestik, Mimik, Rhetorik und Ausdrucksfähigkeit kann der Neuntklässler schon einmal Anfang März feilen, wenn alle Regionalsieger an einem dreitägigen Seminar in Bad Liebenzell teilnehmen dürfen. Nils Bronder freut sich schon auf diese Erfahrung: „Dort sind die Besten der Besten aus Baden-Württemberg und absolute Profis als Referenten dabei. Das kann mir niemand mehr nehmen“, sagt er und lächelt.

Alexander Mak, der die Arbeitsgemeinschaft „Jugend debattiert“ am Neuen Gymnasium koordiniert, ist von dem Konzept überzeugt: „Das ist eine fantastische Sache.“ Die Jugendlichen könnten beim Debattieren und in der Vorbereitung auf den Wettbewerb so viel lernen, was ihnen im Alltag ungemein helfen würde: „Sprachliche Bildung, politische Bildung, Persönlichkeitsbildung, Meinungsbildung: Und immer aktuelle Themen, in die es sich einzuarbeiten gilt“, sagt Mak. „Das Debattieren ist ein wichtiger Bestandteil der Demokratie-Erziehung am Neuen Gymnasium.“ Sein Ziel ist es, diese Kultur an der Schule noch weiter auszubauen. „Und man darf nicht vergessen: Es macht vor allem auch Spaß“, sagt Alexander Mak.

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