Knapp 1,2 Millionen Euro fließen in das Programm Silky4Future. An dem Projekt gegen Kinder- und Jugendarmut ist auch die Waldhaus Jugendhilfe mit Sitz in Hildrizhausen beteiligt.
Die Jugendeinrichtung Waldhaus erhält vom Land Baden-Württemberg gemeinsam mit Partnern einen Zuschuss aus dem Europäischen Sozialfonds. Das teilen die Böblinger Landtagsabgeordneten Peter Seimer und Thekla Walker (Grüne), sowie Sabine Kurtz und Matthias Miller (CDU) mit.
Für bessere Startchancen
Insgesamt fördern das Land und die EU das Programm Silky4Future mit knapp 1,2 Millionen Euro. Es wird von der Werkstatt Parität gemeinsam mit einer Reihe von Kooperationspartnern umgesetzt, darunter auch die Waldhaus Jugendhilfe mit Sitz in Hildrizhausen. „Es ist uns ein Anliegen, dass Jugendliche mit schwereren Startbedingungen erfolgreich in Ausbildung und Arbeit starten“, so die Böblinger Landtagsabgeordneten in der Mitteilung.
Silky4Future arbeitet mit praxisnahen Lern- und Erfahrungsräumen, in denen Jugendliche Zukunftskompetenzen („Future Skills“) entwickeln: Finanzielle Bildung, berufliche Orientierung, Gesundheit, digitale Teilhabe, soziale und kulturelle Teilhabe. Im Land ist nahezu jedes fünfte Kind von Armut bedroht.
In Armut aufzuwachsen bedeutet für diese Kinder und Jugendlichen nicht nur, wenig Geld zur Verfügung zu haben. Eine Armutsgefährdung wirkt sich nachteilig auf Gesundheit, Wohnen und Freizeitverhalten aus. Nicht zuletzt bestehen für armutsgefährdete Kinder und Jugendliche geringere Chancen, ein hohes Bildungsniveau und damit verbunden ein finanziell unabhängiges Erwachsenenleben zu erreichen.
Wer von Armut bedroht ist
Besonders von Armutsgefährdung betroffen sind Kinder von Familien mit Migrations- oder Fluchterfahrung, Kinder von alleinerziehenden Eltern, Kinder in Bürgergeld-Haushalten und Kinder in kinderreichen Paarfamilien, also mit zwei oder mehr Geschwistern. Insgesamt liegt das Fördervolumen von Land und EU für neun Projekte aus der Förderlinie „Starke Kinder – Maßnahmen gegen Jugendarmut“ bei fünf Millionen Euro.