In Böblingen liegen nun die Ergebnisse der Jugendgemeinderatswahl vor. Die Wahlbeteiligung hat sich im Vergleich zu vor zwei Jahren nahezu halbiert.
Jugendliche interessieren sich wenig für Kommunalpolitik, wird vielfach beklagt. Umso erfreulicher ist es, dass sich in Böblingen 21 Kandidatinnen und Kandidaten für die Jugendgemeinderatswahl aufgestellt hatten, davon zwölf Gymnasiasten, fünf Realschüler, drei Werkrealschüler und eine Studentin. Nun liegen die Ergebnisse der Auszählung vor.
Zehn Mädchen und sieben Jungs
In das Gremium gewählt wurden: Nadine Schneider – Liste Gymnasien - 207 Stimmen, Ksenia Kurkova – Liste Gymnasien – 193 Stimmen, Ilias Baumann – Liste Vereine, Jugendverbände, politische Jugendorganisationen – 178 Stimmen, Vincent Koch – Liste Gymnasien – 159 Stimmen, Erika Atomon – Liste Realschulen – 149 Stimmen, Amanda Gutierrez – Liste Nichtschüler/Offene Jugendarbeit – 135 Stimmen, Ceyla Ulubas – Liste Gymnasien – 126 Stimmen, Dario Petrasevic – Liste Gymnasien – 121 Stimmen, Alea Beqiri – Liste Gymnasien – 116 Stimmen, Sofiia Chebotarova – Liste Gymnasien – 111 Stimmen, Nebinuh Alhan – Liste Gymnasien – 109 Stimmen, Amely Divet – Liste Realschulen – 99 Stimmen, Ivo Komljenovic – Liste Gymnasien – 108 Stimmen; nachgerückt für Justin Dannecker – Liste Realschulen – 97 Stimmen, Gabrijela Islamovic – Liste Realschulen – 96 Stimmen, Yuliia Kim – Liste Werkrealschulen – 64 Stimmen, Karthik Nachiketha – Liste Vereine, Jugendverbände, politische Jugendorganisationen – 42 Stimmen, Kyrylo Ivchenko – Liste Werkrealschulen – 29 Stimmen. Ersatzbewerber sind Abedi Perinaz, Ahmet Kücükkaya und Chayenne Pross.
Der neue Jugendgemeinderat besteht somit aus zehn weiblichen und sieben männlichen Jugendlichen mit einem Durchschnittsalter von 15,7 Jahren. Alle drei bisherigen Jugendgemeinderätinnen und -räte, die sich erneut beworben haben, wurden wieder in das Gremium gewählt.
Die Wahlbeteiligung ist gesunken
Rund 2500 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 18 Jahren waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag diesmal bei 7,5 Prozent und damit deutlich niedriger als bei der vorangegangenen Wahl 2023 (12,6 Prozent). Der Jugendgemeinderat Böblingen existiert seit 2006 und vertritt die Interessen der Böblinger Jugendlichen gegenüber Politik, Verwaltung und Bevölkerung der Stadt Böblingen und setzt sich für die Belange junger Menschen ein. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Durch das Gremium haben Jugendliche die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten, wie sie in Böblingen leben wollen.
Alle weiterführenden Schulen in Böblingen sowie die Einrichtungen der Jugendarbeit, Vereine, Jugendverbände, politische Jugendorganisationen verfügen über eine bestimmte Anzahl von Sitzen. Für jede Schulart beziehungsweise Gruppierung gibt es eine Kandidaten-Liste. Entsprechend der Wahlordnung wurden im ersten Schritt die Listenplätze vergeben. Dadurch, dass manche Listen keine eigenen oder nicht ausreichend Kandidatinnen und Kandidaten stellten, wurden die übrigen Kandidierenden nach ihrer Stimmenzahl sortiert, damit der Jugendgemeinderat aus den vorgesehenen 17 Mitgliedern bestehen kann. Jede stimmberechtigte Person verfügte über 17 Stimmen. Pro Kandidatin/Kandidat konnten bis zu drei Stimmen vergeben werden.
Als nächstes soll auf einer Klausur am Februar 2026 das Programm für die kommenden zwei Jahre erarbeitet werden. Bis dahin sollen auch die ersten Arbeitssitzungen des neuen Gremiums absolviert sein.