Jugendhandball – Bundesliga JANO-A-Jugend will „wieder ins Finale“

Max Balbuchta zeigt auch gegen Erlangen ein starkes Spiel. Foto: Jörn Kehle

Die A-Jugend-Handballer der JANO Filder schließen die Runde auf Platz zwei ab. Im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft geht es gegen den SC Magdeburg.

Reporter: Sigor Paesler

Wie haben die A-Jugendbundesliga-Handballer der JANO Filder die Fans in der vergangenen Saison auf ihrem Weg zu Platz zwei der deutschen Meisterschaft begeistert. Die Egelseehalle war bei den K.o.-Spielen brechend voll, Fanbusse folgten der Mannschaft zum Final-Rückspiel in Erlangen. Die Festtage beginnen nun wieder, wobei freilich nicht klar ist, wie lange sie gehen. Nachdem die aktuelle JANO-A-Jugend das letzte Rundenspiel gegen eben den HC Erlangen mit 28:34 verloren hat und damit auf Platz zwei abschließt, trifft sie vermutlich am 5. (Ostersonntag) und 12. April im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft auf den Nachwuchs des SC Magdeburg, zunächst auswärts.

 

In einem waren sich JANO-Coach Magnus Gründig und sein von ihm geschätzter Erlanger Kollege Tobias Wannenmacher, die gemeinsam zu den Nachwuchstrainern des Jahres 2025 gewählt wurden, einig: Sie würden sich sehr gerne Anfang Mai zu den Finalbegegnungen wiedersehen. Ihren beiden Teams ist das zuzutrauen, aber klar ist es nicht. „Die anderen sind auch super“, sagt Gründig. Während die Erlanger zunächst gegen den THW Kiel antreten, ist die JANO gegen Magdeburg gefordert. Im Halbfinale, so es erreicht wird, wartet dann entweder der TSV Burgdorf oder die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, also der Nachwuchs der Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf oder HSG Wetzlar. Wieder mischt die Jugendspielgemeinschaft aus Neuhausen und Ostfildern im Konzert der großen Namen mit und ist im Nachwuchsbereich mittlerweile selbst einer.

„Außergewöhnliche“ Entwicklung

Gründig ist optimistisch: „Wir wollen wieder ins Finale, darum machen wir das ja.“ Eine Einschätzung ist aber nicht ganz leicht. „Es ist immer schwer, die Jahrgänge zu vergleichen“, sagt er, „ich glaube aber, dass wir eine ähnliche Ausgangslage haben wie im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt.“ Damals führte der Weg anschließend ins Finale. Gründig erinnert aber daran, „dass es im Viertelfinale gegen die Füchse Berlin auch hätte zu Ende sein können“. Nach dem knappen 31:30-Sieg im Hinspiel reichte damals das 33:33 im „Füchse-Bau“.

Es geht um den Titel, Spieler wie Fans haben im vergangenen Jahr Blut geleckt. Aber Gründig betont regelmäßig, dass es ihm auch oder vielleicht sogar vor allem um die Ausbildung und damit die Entwicklung geht. Und diesbezüglich ist er mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden: „Mir hat sehr gut gefallen, dass man nicht erkannt hat, dass immer wieder Spieler gefehlt haben. Auch die Jungs, die nicht immer im Rampenlicht stehen, machen es gut. Das ist außergewöhnlich.“

Als Beispiel nennt der Coach die Partie Anfang März beim VfL Eintracht Hagen. Spielmacher Nick Scherbaum fällt schon lange aufgrund eines Kreuzbandrisses aus, sein U-19-Weltmeisterkollege Max Heydecke war für den Bundesligisten TVB Stuttgart im Einsatz, in Julien Sprößig fehlte ein weiterer Leistungsträger. Das Ergebnis: 44:26 für die JANO. Gründig will nie einen einzelnen Spieler herausheben und betont stets, „dass wir es immer als Mannschaft lösen“. Bemerkenswert ist aber schon, wie etwa Max Balbuchta die Position von Scherbaum ausfüllt.

Niederlage ist kein Fingerzeig

Scherbaum fällt weiter aus, zudem verletzte sich im Spiel gegen den HCE Marko Hettler am Ellenbogen und wird ebenfalls fehlen. Heydecke aber wird in den K.o.-Spielen dabei sein. „Er wird aber eine ganz normale Rolle spielen“, betont Gründig. Dass der Kreisläufer schon einige Bundesliga-Spiele auf dem breiten Buckel hat, spiele keine Rolle: „Die Jungs spielen ja seit Jahren zusammen, das ist easy.“

Dass die Erlanger in der Abschlusstabelle vor der JANO liegen und auch das letzte Runden- wie schon das Hinspiel gewonnen haben, ist in Gründigs Augen übrigens kein Fingerzeig. „Beide Mannschaften sind in einer Konstellation angetreten, die es so nicht mehr geben wird“, erklärt er. Zudem sei es trotz der Niederlage ein gutes Spiel und eines auf Augenhöhe gewesen. Dass sie sich im Mai wieder treffen, ist der Wunsch beider Trainer, ihrer Spieler und nicht zuletzt ihrer Fans. Aber ausgemacht ist das noch nicht. Denn wie sagte JANO-Coach Gründig: „Die anderen sind auch super.“

JANO Filder: Hösl, Elger; Sprößig (10/5), Balbuchta (4), Nusser (4), Hofer (3), Ruhmund (2), Klein (2), Neumaier (2), Zemmel (1), Hettler, Böhm, Hoppe.

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