Jugendhandball HCE gegen JANO – 60 besondere Minuten

Linus Schmid und die JANO haben sich für das Rückspiel viel vorgenommen. Foto: Carsten Riedl

Die A-Jugend-Handballer der JANO Filder gehen mit einem Rückstand, aber optimistisch ins Final-Rückspiel um die deutsche Meisterschaft.

Reporter: Sigor Paesler

„Es sind einfach 60 Minuten Handball“, sagt Magnus Gründig. „Das wird eine gute Veranstaltung“, erwartet Tobias Wannenmacher. Es werden auf jeden Fall 60 besondere Minuten Handball. Wenn sie vorbei sind, wissen die von Gründig trainierten A-Jugend-Handballer der JANO Filder, ob sie deutscher A-Jugendmeister sind oder dem HC Erlangen von Coach Wannenmacher zum Titel gratulieren müssen. Die Aussage von Gründig erklärt sich so: Nach der 35:38-Niederlage im Hinspiel will er vor der Rückpartie an diesem Samstag (19.30 Uhr) in Erlangen nicht zu viel Druck aufbauen.

 

Wobei sich der Coach um die mentale Verfassung der JANO-Talente wenig Sorgen macht. Sie wissen aus früheren Erfahrungen, was stimmungsmäßig in der Erlanger Karl-Heinz-Hiersemann-Halle auf sie zukommt. Sie wissen, dass sie dort von 300 eigenen Fans unterstützt werden, die – zusätzlich zum Team – mit zwei Bussen oder mit Privat-PKW anreisen. Vermutlich mindestens 1500 Zuschauer werden insgesamt da sein. Und die Filderfalken glauben an sich. „Ich habe nicht das Gefühl, dass die Jungs denken, dass sie in der Außenseiterrolle sind“, hat Gründig beobachtet.

HCE sieht sich als Favorit

Wannenmacher hat mit den Spielern seiner Mannschaft ähnliche Erfahrungen gemacht. Wobei er insgesamt Parallelen zwischen den beiden Teams erkennt, bis dahin, dass nicht nur seiner Meinung nach beide verdient im Finale stehen. „Die Jungs sind gereift“, sagt er, „sie haben ja daneben noch ihr anderes Leben zu meistern. Wie bei der JANO haben wir hier kein Internat.“ Das mit der Favoritenrolle sieht Wannenmacher freilich etwas anders als die Filderjungs: „Sie liegt nun schon aufgrund des Heimspiels bei uns. Ich hätte nicht gedacht, dass wir bei der JANO gewinnen. “ Aber auch damit könnten seine Spieler gut umgehen.

Routine und Vorfreude

Beide Trainer konzentrieren sich auf die Stärken der eigenen Mannschaft, ziehen aber trotzdem Lehren aus dem Hinspiel. „Es gibt einiges, was wir besser machen können, aber anderes war schon ganz gut“, sagt Wannenmacher eher allgemein. Kollege Gründig hofft auf eine ähnlich gute Offensivleistung: „Aber steigern müssen wir uns in der Abwehr.“ Was den Gegner betrifft, so meint der JANO-Coach: „Die Erlanger haben im Hinspiel im Angriff über ihren Verhältnissen gespielt. Mal sehen, ob sie das wieder hinkriegen.“ Wannenmacher ist sich sicher: „Wir haben uns bisher immer im Rückspiel gesteigert.“

Beide Trainer gehen mit einer Mischung aus Routine und Vorfreude in die Begegnung und hoffen, dass sich das auf ihre Spieler überträgt. Alle haben sie bisher Nervenstärke und ein hohes Niveau gezeigt. Es fehlen noch einfach 60 besondere Minuten Handball.

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