Jugendhaus Ostend ist umgezogen Mehr Angebote für Jugendliche in S-Ost

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Das Kinder- und Jugendhauses Ostend bekommt ein neues Domizil: es ist ins ehemalige Straßenbahndepot an der Schönbühlstraße umgezogen. Ende des Jahres wird die Einrichtung offiziell eröffnet.

Noch viel zu tun: Harald Thumm und Carolin Grolmus in der Holzwerkstatt Foto: /Caroline Friedmann
Noch viel zu tun: Harald Thumm und Carolin Grolmus in der Holzwerkstatt Foto: /Caroline Friedmann

S-Ost - Die Kartons sind noch nicht ausgepackt, und es sieht in den neuen Räumen des Kinder- und Jugendhauses Ostend ziemlich provisorisch aus. Kein Wunder, denn die Einrichtung ist gerade von der Ostendstraße in das ehemalige Straßenbahndepot an der Schönbühlstraße umgezogen. Ende des Jahres soll sie offiziell eröffnet werden. Bis dahin haben die Mitarbeiter viel zu tun. „Der Großteil unseres Inventars ist jetzt in den neuen Räumen, wir haben etwa 15 Tonnen Geräte und Material umgezogen“, erzählt die Leiterin Carolin Grolmus. „Im November steht der Innenausbau an.“

Die neue Halle ist beheizbar und klimatisiert

Im Kinder- und Jugendhaus stehen rund 1300 Quadratmeter Fläche zur Verfügung – etwas mehr als bisher. „Wir haben jetzt weniger Lagerfläche, dafür aber mehr Spielfläche“, sagt Grolmus. Der große Saal soll einen Loungebereich sowie eine große Holzbühne für Konzerte bekommen. Eine Kinderecke sowie eine Info-Ecke für Eltern sind ebenfalls geplant. In der Halle gegenüber können die Besucher von Dezember an Fußball oder Basketball spielen. „Wo wir früher trainiert haben, war es im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt“, erklärt Andrea Spieth vom Kinder- und Jugendhaus. „Die neue Halle ist beheizbar und klimatisiert.“

Auch einen Proberaum und ein Tonstudio gibt es in den neuen Räumen. In der großen Küche wird künftig gemeinsam gekocht. Und für Tanzkurse steht jetzt ein mit Spiegeln ausgestatteter Raum zur Verfügung. Ein weiterer Raum ist für Jugendratssitzungen und andere Kurse vorgesehen. „In Stuttgart fehlt es an Proberäumen, die Jugendliche nutzen können, und auch Vereine sind oft auf der Suche nach Räumen“, sagt Carolin Grolmus. „Deshalb wollen wir unsere Räume auch anderen zur Verfügung stellen.“

In der neuen Druck- und Medienwerkstatt können die Besucher mit Grafikprogrammen arbeiten. In der Holzwerkstatt lernen Kinder, mit Sägen, Fräsen und Holz umzugehen und können beispielsweise kleine Möbelstücke oder Weihnachtsdekorationen herstellen. „Später können die Kinder auch kompliziertere Sachen machen und zum Beispiel ihren Weihnachtsbaum mit LED-Leuchten ausstatten“, erklärt Harald Thumm, der Leiter der Holz- und Elektronikwerkstatt. Abends können die Werkstätten auch von Erwachsenen oder Eltern mit ihren Kindern genutzt werden.

Bald soll das Café eröffnet werden

Mit der neuen Heimat ist Carolin Grolmus zufrieden. Das Café will sie bald eröffnen. Und auch die jungen Gäste sollen die Einrichtung schnellstmöglich wieder besuchen können. „Wir wollen die Kinder mit einbinden und mit ihnen noch einige Wände neugestalten“, sagt Grolmus.

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