Seit 2009 wird die Zusammenarbeit von Jugendoffizieren und Schulen im Südwesten politisch unterstützt. Am Samstag protestierten mehrere hundert Menschen in der Stuttgarter Innenstadt gegen diese Art der Kooperation.

Stuttgart - Mit einem Marsch durch die Stuttgarter Innenstadt haben hunderte Demonstranten am Samstag gegen die Kooperation von Schulen und Bundeswehr protestiert.

 

Die Polizei zählte nach Angaben eines Sprechers rund 250 Teilnehmer. Darunter waren nach Angaben der Veranstalter Mitglieder von Jugend- und Friedensorganisationen. Sie forderten Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) auf, die Kooperationsvereinbarung von Dezember 2009 sofort zu kündigen und verlangten von Grün-Rot gesetzliche Regeln, „um eine Lehre und Forschung an Hochschulen zu garantieren, die ausschließlich zivilen Zwecken dient“.

Das damals CDU-geführte Ministerium und die Bundeswehr wollten die Zusammenarbeit zwischen Jugendoffizieren und Schulen in der politischen Bildung stärken. Bei Schulbesuchen sollten Schülern im Südwesten unter anderem Themen wie Konfliktvermeidung und Krisenbewältigung erörtert werden. Warminski-Leitheußer hatte in der Vergangenheit bereits angekündigt, die Kooperationsvereinbarung überprüfen zu wollen.