Junge Union Nikolas Löbel bleibt Landesvorsitzender

Nikolas Löbel bleibt Landesvorsitzender der Jungen Union Baden-Württemberg. Foto: dpa
Nikolas Löbel bleibt Landesvorsitzender der Jungen Union Baden-Württemberg. Foto: dpa

Löbel bleibt Landesvorsitzender. Der JU-Chef wird beim Parteitag in Backnang (Rems-Murr-Kreis) wiedergewählt. Doch nicht nur die CDU sehnt einen Regierungswechsel in Baden-Württemberg herbei. Auch ihre Nachwuchsorganisation, die Junge Union, schlägt kräftig auf die grün-rote Landesregierung ein.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Löbel bleibt Landesvorsitzender. Der JU-Chef wird beim Parteitag in Backnang (Rems-Murr-Kreis) wiedergewählt. Doch nicht nur die CDU sehnt einen Regierungswechsel in Baden-Württemberg herbei. Auch ihre Nachwuchsorganisation, die Junge Union, schlägt kräftig auf die grün-rote Landesregierung ein.

Backnang -Nikolas Löbel bleibt Landesvorsitzender der Jungen Union Baden-Württemberg. Beim Parteitag am Samstag in Backnang (Rems-Murr-Kreis) wurde der 27-Jährige mit 75,3 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. 174 Delegierte votierten für Löbel, 57 stimmten gegen ihn. In seiner Bewerbungsrede sagte Löbel, er wolle seinen Beitrag dazu leisten, dass die Südwest-CDU spätestens 2016 wieder in Regierungsverantwortung komme. Löbel führt die Nachwuchsorganisation der CDU seit 2011. Es ist nun seine dritte Amtszeit.

Beim Parteitag 2012 war die Wiederwahl noch eine Zitterpartie für den gebürtigen Mannheimer gewesen. Damals gab es viel Kritik an seinem Führungsstil - in einer Kampfkandidatur konnte er den Spitzenposten dann aber knapp verteidigen. „Ich habe gelernt, an mir zu arbeiten“, erklärte Löbel nun. Einen Gegenkandidaten hatte er dieses Mal nicht. Zuvor hatte Löbel für eine flächendeckende Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium in Baden-Württemberg plädiert. Es müsse eine echte Wahlmöglichkeit zwischen dem acht- und dem neunjährigen Abitur im Land geben. Damit forderte er die CDU als Mutterpartei auf, sich klar bei dem Thema zu positionieren. Die CDU-Landtagsfraktion will den Punkt nach Angaben einer Sprecherin bis zum Jahresende klären.

Löbel attackiert grün-rote Landespolitik

Das achtjährige Abitur war unter einer CDU-geführten Landesregierung zum Schuljahr 2004/2005 flächendeckend in Baden-Württemberg eingeführt worden. Derzeit gibt es einen starken Run auf neunjährige Gymnasialzüge, die in Südwesten an 44 Modellschulen angeboten werden.

Löbel attackierte die grün-rote Landespolitik und gab sich mit Blick auf die nächste Landtagswahl siegesgewiss. „Lieber Winfried Kretschmann: Noch 700 Tage bis zum Regierungswechsel 2016 in Stuttgart“, rief er an die Adresse des grünen Ministerpräsidenten.

Der Mutterpartei riet Löbel, bis zur Landtagswahl keine zu ausufernden Debatten über die CDU-Spitzenkandidatur zuzulassen. „Wir werden einen geeigneten Kandidaten finden - egal, welchen Namen er zum Schluss trägt.“ Aber dies solle in größtmöglicher Geschlossenheit, mit Fairness und Gelassenheit passieren. Landtagspräsident Guido Wolf hat bereits angekündigt, sich um die Spitzenkandidatur bewerben zu wollen. Auch CDU-Landeschef Thomas Strobl gilt als Aspirant. Letztlich entscheiden die CDU-Mitglieder in einer Befragung darüber, wer die Partei als „Zugpferd“ im Landtagswahlkampf anführt.




Unsere Empfehlung für Sie