Kabarettistin Inka Meyer kommt ins Renitenztheater Des Teufels neue Kleider

Im Parka verpackt und saukomisch: Kabarettistin Inka Meyer Foto: Simon Büttner
Im Parka verpackt und saukomisch: Kabarettistin Inka Meyer Foto: Simon Büttner

Kabarettistin Inka Meyer teilt in ihrem neuen Bühnenprogramm „Der Teufel trägt Parka“ gegen die Modebranche aus und nimmt absurde Ernährungstrends aufs Korn. Am 20. Februar kommt sie ins Renitenztheater nach Stuttgart.

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Stuttgart - Wer kennt sie nicht, die eiserne Miranda Priestly, gespielt von Meryl Streep, die in „Der Teufel trägt Prada“ als Chefredakteurin der Modezeitschrift „Runway“ der schüchternen Andy, Anne Hathaway, den Berufsstart als Assistentin zur Hölle macht? Von Kollegin Emily bekommt die frischgebackene Uniabsolventin noch den Rest: Unmöglicher Kleidungsstil und Konfektionsgröße 36 – viel zu dick! Das wirklich traurige in dem Film ist, dass Andy erst Anerkennung erhält, als sie ihr Äußeres nach und nach verändert.

Plädoyer gegen den Wahnsinn der Schönheitsindustrie

Der Optimierungswahn in allen gesellschaftlichen Kreisen und Altersgruppen schlägt nicht erst seit dem Film um sich. Er ist quasi seit Generationen und Jahrzehnten von Schönheitsidealen präsent. Das weiß auch Kabarettistin Inka Meyer und hat aus der Thematik prompt ein Bühnenprogramm kreiert. „Der Teufel trägt Parka“ ist ein „komödiantisches Plädoyer gegen den Wahnsinn der Schönheitsindustrie“. Meyers Credo: entspannte Weiblichkeit statt schöne Blödheit. Schließlich macht es niemanden schlauer, einem Trend nach dem nächsten hinterherzujagen und sich zwischen Ananas-Diät und Weizengras-Smoothies durch den Tag zu hetzen.

Mit Frauen- und Männerbildern, vor allem den verkehrten, kennt sich die ausgebildete Schauspielerin ebenso aus wie mit dem Thema Ernährung. Bereits in ihrem vorigen Programm „Kill me Kate – Die gezähmte Widerspenstige“ hat sich Inka Meyer, 1979 in Erlangen geboren, den Aufgaben von Männern und Frauen zwischen Arbeit, Kindern und der weltbewegenden Frage „Wer kocht jetzt den Bio-Möhren-Pastinaken-Brei von Alnatura?“ gewidmet.

Zwei Bücher voller nicht kochbarer Rezepte

Lange vor ihrer Bühnenkarriere schrieb die Autorin und Illustratorin außerdem für einen satirischen Ernährungsblog und veröffentlichte gemeinsam mit Philipp Weber zwei Bücher voller nicht kochbarer Rezepte und mit der Aufforderung, den Stress im Supermarkt hinter sich zu lassen.

Kurzum: Der Schönheits-und Ernährungswahn wird von Inka Meyer im grünen Parka statt in roten Pradas durch den Fleischwolf gedreht und dem Stuttgarter Publikum an diesem Mittwoch, 20. Februar, um 20 Uhr im Renitenz-Theater serviert.




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