Kampagne für Corona-Regeln Berlin provoziert mit Mittelfinger gegen Maskenmuffel

Von dpa/red 

Eine neue Kampagne des Berliner Senats schlägt hohe Wellen. Auf dem Motiv ist eine ältere Frau zu sehen, die den Mittelfinger zeigt. Ziel der drastischen Aktion war es, Aufmerksamkeit zu generieren.

Die Corona-Politik spaltet: Die Stadt Berlin wirbt mit einer Kampagne für die Einhaltung der Corona-Regeln (Symbolbild). Foto: dpa/Fabian Sommer
Die Corona-Politik spaltet: Die Stadt Berlin wirbt mit einer Kampagne für die Einhaltung der Corona-Regeln (Symbolbild). Foto: dpa/Fabian Sommer

Berlin - Zeigt die Frau tatsächlich den Stinkefinger? Ein neues Motiv einer gemeinsamen Kampagne der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft und der Tourismusmarketinggesellschaft Visit Berlin sorgt für Verwirrung. Sie soll für die Einhaltung der Corona-Regeln werben.

Über das Motiv wird im Internet lautstark diskutiert. Auch Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Berliner Tagesspiegels, äußerte sich auf Twitter dazu. Unter dem Hashtag #berlingegencorona melden sich Befürworter der Kampagne und empörte Nutzer gleichermaßen zu Wort.

Auf dem Bild ist eine ältere Frau zu sehen, die eine auffällige Mund-Nasen-Bedeckung trägt und den Betrachtern den Mittelfinger entgegenstreckt. Der Text darüber und daneben lautet allerdings: „Der erhobene Zeigefinger für alle ohne Maske. Wir halten die Corona-Regeln ein.“ Ein Versehen? Nein, sagte Christians Tänzler, Sprecher von Visit Berlin am Dienstag. Der Widerspruch sei gewollt. „Das ist bewusst so gemacht.“

Die ältere Frau, die in der Corona-Pandemie zur Risikogruppe gehöre, zeige den Stinkefinger, weil ihre Gesundheit durch diejenigen gefährdet sei, die sich nicht an die Regeln hielten. Ziel der Text-Bild-Schere sei gewesen, Aufmerksamkeit zu erregen. „Und das ist uns gelungen“, sagte Tänzler.




Unsere Empfehlung für Sie