Kampf gegen Corona-Folgen Tourismus-Neustart: Reiseverband fordert Spitzentreffen

Der Reiseverband fordert ein von Politikern und Branchenexperten erarbeitetes Konzept für sicheres Reisen. Foto: Matilde Campodonico/AP/dpa Foto: dpa
Der Reiseverband fordert ein von Politikern und Branchenexperten erarbeitetes Konzept für sicheres Reisen. Foto: Matilde Campodonico/AP/dpa

Der Beschluss der EU-Staaten zum gemeinsamen Impfpass ist aus Sicht der deutschen Tourismusbranche gut und richtig. Allerdings müsse parallel zu den Impfungen auch eine intelligente Teststrategie greifen.

Berlin - Für einen Neustart im Reisegeschäft nach der zweiten Corona-Welle fordern die deutschen Reisebüros und -veranstalter einen Tourismusgipfel.

Eine Gruppe aus Politik und Branchenexperten müsse ein Konzept für sicheres Reisen erarbeiten, teilte der Verband am Freitag. Der Tourismus brauche Perspektiven für den Neubeginn. "Mit Nachdruck sollte die EU und Deutschland daran arbeiten, das Tempo für die Impfungen zu erhöhen", hieß es.

Die EU-Staaten hatten sich am Donnerstagabend verständigt, nicht notwendige Reisen weiter einzuschränken, die Grenzen aber offen zu lassen. Neue Virusvarianten sollen gezielter aufgespürt werden und die Impfkampagne besser in Schwung kommen. Es soll einen EU-Impfpass geben, aber vorerst keine Vorteile für Geimpfte etwa beim Reisen.

Beim Reiseverband hieß es: "Es wird noch eine Weile dauern, bis alle, die sich auch impfen lassen möchten, geimpft sein werden." Es sei eine Strategie für die Übergangszeit notwendig. "Wir sind überzeugt, dass eine intelligente, risikobasierte Teststrategie hier die Lösung ist."

Der Deutschen Hotel- und Gaststättenverband begrüßte das gemeinsame abgestimmte Vorgehen der EU-Staaten. Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges nannte als Beispiel die Vorschläge für gemeinsame Impfzertifikate. "Das gilt mit Blick auf unsere Gäste wie auch insbesondere mit Blick auf unsere Beschäftigten aus anderen EU-Staaten." Auch Antigen-Schnelltests stärker anzuwenden, stoße in der Branche auf Zustimmung. "Das könnte vielen Betrieben unserer Branche vor allem im Veranstaltungsbereich helfen."

© dpa-infocom, dpa:210122-99-134761/2

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