Kampf um Parteivorsitz Südwest-Abgeordnete Stumpp: CDU wird mit Merz jünger und weiblicher

Falls Friedrich Merz (rechts) CDU-Chef wird, soll der Berliner Politiker Mario Czaja (links) Generalsekretär werden und die Waiblinger Abgeordnete Christina Stumpp dessen Stellvertreterin. Foto: dpa/Michael Kappeler
Falls Friedrich Merz (rechts) CDU-Chef wird, soll der Berliner Politiker Mario Czaja (links) Generalsekretär werden und die Waiblinger Abgeordnete Christina Stumpp dessen Stellvertreterin. Foto: dpa/Michael Kappeler

Die Waiblinger Parlamentarierin ist als Vize-Generalsekretärin vorgesehen.

Korrespondenten: Thorsten Knuf (thk)
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Berlin - Die baden-württembergische Bundestagsabgeordnete Christina Stumpp (CDU) geht davon aus, dass Frauen und junge Menschen in der Partei unter einem Vorsitzenden Friedrich Merz stärker als bisher zur Geltung kommen können. „Die CDU muss jünger, weiblicher, moderner werden. Ich bin überzeugt, dass wir dabei die CDU gemeinsam mit Friedrich Merz wieder auf Kurs bringen werden“, sagte die 34-Jährige Abgeordnete aus dem Wahlkreis Waiblingen am Dienstag unserer Redaktion.

Der 66-jährige Merz hatte am Nachmittag in Berlin offiziell seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz bekannt gegeben und sein engeres Team dafür vorgestellt. Stumpp soll Vize-Generalsekretärin der Partei werden. Dafür wäre aber eine Satzungsänderung notwendig, denn bisher ist dieser Posten nicht vorgesehen.

„Ganze Breite unserer Partei“

Der Sauerländer Merz unternimmt seinen dritten Anlauf, um CDU-Chef zu werden. 2018 und 2021 war er jeweils gescheitert. Kritiker werfen ihm vor ein antiquiertes Familien- und Gesellschaftsbild vor. Die Südwest-Abgeordnete Stumpp sagte jetzt: „Das Team von Friedrich Merz spiegelt das ganze Breite unserer Partei wider. Ich bin froh und dankbar, meine Ideen mit einbringen zu dürfen, den Erneuerungsprozess voranzubringen und die Zukunft unserer Partei aktiv mitzugestalten.“

Neben Merz bewerben sich der Außenpolitiker Norbert Röttgen sowie Kanzleramtsminister Helge Braun um den Parteivorsitz. Röttgen stammt wie Merz aus Nordrhein-Westfalen, Braun aus Hessen. Der amtierende Vorsitzende Armin Laschet gibt das Amt nach der Niederlage bei der Bundestagswahl ab.




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