Kanzlerin-Besuch Stuttgart-21-Gegner reizen Merkel

Von dpa/lsw, Fotos: Vogt 

Angela Merkel war am Dienstag zu Gast in der Liederhalle - Protest von Stuttgart-21-Gegnern.

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Stuttgart - Am Dienstagabend ist Bundeskanzlerin Angela Merkel in Stuttgart zu einer Wahlkampfveranstaltung eingetroffen. Am Tag des Guttenberg-Rücktritts unterstützte die Kanzlerin den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus in der Liederhalle im Wahlkampf. Zuvor waren die beiden bei einem Termin in Karlsruhe.

Mit einigen wenigen Worten würdigte Merkel die Verdienste Guttenbergs vor allem bei der Bundeswehrreform. Sie habe ihn deshalb „sehr schweren Herzens“ ziehen lassen. Mit ihm verliere auch die Partei einen Mann, „der die Herzen der Unionsanhänger immer wieder erfreut und bewegt hat. Sie sind ihm zugeflogen und das mit Recht.“

Die Anhänger wollen sehen, wie die Partei- und Regierungschefin den Schlag wegsteckt und welche Folgen Mappus für die Landtagswahl am 27. März befürchtet. Die Kanzlerin geht in die Offensive. „Soviel Scheinheiligkeit und Verlogenheit war selten in Deutschland“, sagte sie, begleitet von heftigem Beifall, auch wenn sich in Stuttgart Buh-Rufer darunter mischen.

In Stuttgart zeigte Merkel dann auch Nerven, zumal sie immer wieder gegen etliche Stuttgart-21-Gegner im Saal anreden musste. Sie versuchte, ihre Gereiztheit zu kaschieren, doch dann rutschte ihr doch der Spruch raus: „Wenn ich Argumente habe, stehe ich hier nicht mit 'ner Trillerpfeife im Maul.“

 

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