Kanzlerkandidat der Union Laschet glaubt an Mehrheit für sich im CDU-Präsidium

Armin Laschet (CDU) will der nächste Bundeskanzler in Deutschland werden. (Archivbild) Foto: dpa/Caroline Seidel
Armin Laschet (CDU) will der nächste Bundeskanzler in Deutschland werden. (Archivbild) Foto: dpa/Caroline Seidel

In einem Interview am Sonntagabend gibt sich Armin Laschet (CDU) zuversichtlich, dass er gute Chancen hat, der nächste Kanzlerkandidat der Union zu werden. Das Problem: Spielt auch die CSU mit?

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Berlin - CDU-Chef Armin Laschet geht zuversichtlich in den Entscheidungsprozess mit der CSU über den Kanzlerkandidaten der Union. Laschet sagte am Sonntagabend bei „Bild live“ auf die Frage, ob er eine Mehrheit für seine Kandidatur im CDU-Präsidium habe: „Da gehe ich mal von aus, aber wir werden das morgen sehen. Ich will dem nicht vorgreifen.“ Einen Beschluss wird es nach seinen Worten am Montag im CDU-Präsidium aber noch nicht geben.

„Ich weiß, wie viele Landesvorsitzende, die sich zum Teil auch schon öffentlich geäußert haben, über diese Frage denken“, sagte Laschet über seine Kandidatur. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident kennt nach eigenen Worten bislang niemanden im CDU-Präsidium, der ihn als Kanzlerkandidaten ablehnt: „Ich habe das bisher nicht gehört“, sagte er in dem Interview. Er ermutige aber jeden, das zu sagen, wenn er so denken sollte.

Kandidat soll rasch festgelegt werden

Laschet und CSU-Chef Markus Söder hatten am Sonntag in einer Klausurtagung der Fraktionsspitze beide ihre Bereitschaft erklärt, sich für die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu bewerben. Beide wollen die Kandidatenfrage nun rasch und einvernehmlich lösen - Zeitplan und Verfahren blieben aber unklar.

Am Montag beraten die Präsidien von CDU und CSU in getrennten Sitzungen über die konkurrierenden Ansprüche ihrer Parteivorsitzenden. Laschet sagte, er wolle vor dem engsten Führungszirkel seiner Partei um Vertrauen in seine Kandidatur werben. Er ließ aber zunächst offen, ob er sich dieses Vertrauen in Form eines Beschlusses aussprechen lassen will.

Zeitplan bleibt vorerst unklar

Bei „Bild live“ sagte Laschet nun, einen Beschluss werde es in der Sitzung am Montag nicht geben. „Das haben Markus Söder und ich verabredet“, sagte Laschet. „Es wird ein Meinungsbild eingeholt, die Lage wird erörtert, was ist jetzt das Beste, und wie finden wir einen gemeinsamen Weg.“

Laschet wäre es nach eigenem Bekunden am liebsten, wenn die Entscheidung über die Kandidatur von den Präsidien von CDU und CSU gemeinsam getroffen würde: „Traditionell gibt es immer am Ende einen gemeinsamen Beschluss der Präsidien. Das war bei jeder Bundestagswahl seit 1949 so und das würde ich mir auch dieses Mal wünschen“, sagte Laschet. Auf die Frage, ob es diesen Beschluss noch in dieser Woche geben werde, sagte er: „Das weiß ich nicht.“




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