Kapitän des TVB Stuttgart Warum Bitter um drei bis fünf Jahre verlängern müsste

Von  

Der TVB Stuttgart startet an diesem Donnerstag beim HC Erlangen verspätet in die Saison der Handball-Bundesliga. Mit Torwart „Jogi“ Bitter, der seine Zukunft offen lässt.

„Jogi“ Bitter ist nach wie vor ein Leistungsträger beim TVB.Johannes „Jogi“ Bitter denkt nur von Jahr zu Jahr. Foto: Baumann
„Jogi“ Bitter ist nach wie vor ein Leistungsträger beim TVB.Johannes „Jogi“ Bitter denkt nur von Jahr zu Jahr. Foto: Baumann

Stuttgart - Johannes Bitter wird am nächsten Montag 37 Jahre alt. Der Torwart des TVB Stuttgart hat im Handball schon alles erreicht. Er war Weltmeister (mit der Nationalmannschaft) und Champions-Legaue-Sieger (mit dem HSV Hamburg). Mehr geht nicht. Oder doch? Kapitän war er noch nie (außer mal in Vertretung beim Nationalteam), für dieses Amt wurde er nun vom Trainer Jürgen Schweikardt bestimmt. Ehre, wem Ehre gebührt: „Er war für mich der logische Nachfolger von Simon Baumgarten.“ Das Urgestein des Clubs schied im Sommer aus dem Kader der ersten Mannschaft aus.

Nicht nur deshalb fiel der Umbruch im Team überproportional groß aus. Acht Spieler verließen den Verein, sechs neue kamen (darunter vier Ausländer). Hinzu gesellte sich ein großes Verletzungspech in der Vorbereitung, ein halbes Dutzend Akteure fiel zeitweilig aus. Deshalb warnt – nicht nur Bitter – vor allzu großer Euphorie. „Wir waren vor einem Jahr sicher auf einem besseren Stand als heute“, sagt der Routinier. „Deshalb kann es für zunächst nur um den Klassenverbleib gehen.“ Um dann im Idealfall im nächsten Jahr den nächsten Schritt zu machen. Vielleicht sogar in Richtung Europa? „Aktuell wäre es völlig unrealistisch darüber zu sprechen“, sagt Bitter. Schließlich müsste der TVB dann Sechster/Siebter werden. „Da haben andere Vereine einfach eine andere Qualität.“

Duell mit Torwart-Dino Lichtlein

Trotz Bitter, der nach wie vor zu den besten Torhütern der Liga zählt. Um mit den Stuttgartern international zu spielen, „müsste ich um drei bis fünf Jahre verlängern“, sagt er. Dabei ist noch nicht einmal sicher, ob er überhaupt eine weitere Saison dranhängt. Das entscheidet der Hüne von Jahr zu Jahr, und es dürfte nicht zuletzt davon abhängen, wie sich der Verein weiterentwickelt. „Individuelle Qualität ist da“, sagt der 36-Jährige, „aber aufgrund der Umstände wird es sicher über September, Oktober dauern bis wir auf dem gewünschten Niveau sind.“

Immerhin hat der TVB die erste Pokalrunde überstanden und trifft im Achtelfinale auf den HC Erlangen. Wie schon an diesem Donnerstag (19 Uhr) zum verspäteten Saisonstart. Dabei kommt es zum Duell mit Carsten Lichtlein, dem anderen Torwart-Dino. Der wird im November schon 39, ist also zwei Jahre länger im Geschäft und deshalb drauf und dran, den Bundesligarekord von Jan Holpert zu knacken, der bei 613 Spielen steht. Ein Ziel für Bitter? „Carsten spielt noch ein paar Jahre, das schaffe ich nicht mehr.“

Unsere Empfehlung für Sie