Karim Jallow und Bayern München Heiß auf den Ex-Verein

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Basketballer Karim Jallow trifft am Donnerstag (20.30 Uhr) mit den MHP Riesen Ludwigsburg auf seinen Stammverein Bayern München. Es geht um die Play-offs und seine Zukunft.

Karim Jallow will auch gegen die Bayern gewinnen. Foto: Baumann
Karim Jallow will auch gegen die Bayern gewinnen. Foto: Baumann

Ludwigsburg -

Herr Jallow, die Riesen bräuchten mal einen Überraschungssieg, um ihre minimale Chance auf die Play-offs zu erhalten. Wie realistisch ist ein Erfolg ausgerechnet gegen Meister und Tabellenführer Bayern München?

Es wird sehr schwer gegen München zu gewinnen, sie sind der klare Favorit. Aber vielleicht können wir genau diese Ausgangslage nutzen. Keiner rechnet mit einem Ludwigsburger Sieg, entsprechend haben wir nichts zu verlieren. Wenn wir an die erste Hälfte der Partie gegen Ulm anknüpfen, eine solche Leistung über 40 Minuten liefern und aggressiv spielen, können wir auf alle Fälle etwas reißen.

Beim Hinspiel, das erst vor kurzem ausgetragen worden ist, haben Sie mit eine Ihrer besten Saisonleistungen abgeliefert. Sind Sie gegen Ihren Stammverein besonders motiviert?

Besonders motiviert bin ich nicht, nein. Das Aufeinandertreffen mit meinem Heimatverein ist aber natürlich sehr speziell für mich. Aber die Motivation ist bei mir in jedem Spiel die gleiche: Ich will mit meinem Team gewinnen – so wird das auch gegen München sein.

Warum lief es in der Saison für die Mannschaft, aber auch Sie speziell nicht so gut? Lag es nur an den Verletzungen?

Ich möchte zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, dass die Saison nicht gut gelaufen ist. Wir haben immer noch die Chance, die Play-offs zu erreichen. Diese möchten wir wahrnehmen. Wir müssen in den nächsten acht Spielen so oft gewinnen, wie möglich. Dann werden wir sehen, ob wir es schaffen oder nicht. Dann kann man immer noch darüber reden, weshalb die Saison gut oder nicht so gut lief. Für mich persönlich war es bisher eine durchwachsene Saison. Aber wie gesagt: Die Saison ist noch nicht vorbei und ich versuche in jedem Spiel mein Bestes zu geben. Klar, die Verletzung hat mich zurückgeworfen. Aber ich bin mittlerweile wieder auf einem Level, mit dem ich angefangen habe. Ich fühle mich gut.

War es trotz allem die richtige Entscheidung für ein Jahr nach Ludwigsburg zu wechseln?

Es war bestimmt eine sehr gute Entscheidung. Ich habe hier in dieser Saison viel gelernt und bin sehr zufrieden – auch wie ich von Anfang aufgenommen und integriert wurde. Es macht jedes Mal riesen Spaß, vor allem die Heimspiele vor unseren Fans.

Sie sind ja nur ausgeliehen. Wo werden sie nächste Saison spielen: Nochmals in Ludwigsburg, wieder in München – oder wo ganz anderes?

Ich werde wahrscheinlich nächste Saison in München spielen, dort habe ich schließlich noch ein Jahr Vertrag. Mehr gibt’s dazu aktuell nicht zu sagen.

Bis zur Verletzung gehörten Sie auch zum Nationalkader. Haben Sie noch Hoffnung, auf den WM-Zug im September aufzuspringen?

Die Hoffnung ist sehr gering, wenn alle Spieler fit sind und die NBA-Spieler kommen. Für mich ist es ein absoluter Traum, irgendwann bei einer WM zu spielen. Hierfür habe ich aber, so glaube ich, noch ein paar Jahre Zeit. Ich konzentriere mich aktuell viel eher auf die A2, für welche ich im Sommer, aller Voraussicht nach, bei der Universiade spielen werde.