Auf dem Karl-Benz-Platz in Untertürkheim verkehren zwei Stadtbahnlinien – eine zu viel für die SPD. Die Gemeinderatsfraktion fordert die Endhaltestelle der U4 aufzugeben.

Der Karl-Benz-Platz in Untertürkheim hat zwei Stadtbahnhaltestellen – das ist eine zu viel, zumindest aus Sicht der SPD-Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat. In einem Antrag fordern die Sozialdemokraten daher die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) auf, Lösungsvorschläge zu erarbeiten, um die Endhaltestelle der Linie U 4 aufgeben zu können. So soll auf dem für den Stadtbezirk wichtigen, weil zentral gelegenen Areal, mehr Platz und letztlich mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

Durch IBA-Projekt mehr Platz schaffen

Vor 30 Jahren wurde der zuvor als reine Verkehrsfläche genutzte Bereich zwischen Bahnhof und Lindenschulviertel zu einem autofreien Platz. Er war auch als Festplatz und Aufenthaltsfläche gedacht, wird aber eher als ungeliebter Verkehrsknoten wahrgenommen. Zahlreiche Ideen wurden bereits erörtert – ohne Ergebnis. Nunmehr sieht die SPD die Möglichkeit, den Karl-Benz-Platz im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2027 aufzuwerten. „Durch das IBA-Vorhaben ‚Stadt am Fluss – Vernetzung Untertürkheim‘ kann ein dringend benötigter großer Platz entstehen.

U4 soll auf der Strecke der U13 weiter nach Gerlingen verkehren

Dadurch erfährt Untertürkheim eine nachhaltige Verbesserung des öffentlichen Raums und eine gute Vernetzung mit dem Fluss“, erklärt Betreuungsstadtrat Michael Jantzer. Konkret schlagen die Sozialdemokraten einen Einsatz der Linie U 4, die bislang zwischen Hölderlinplatz und Untertürkheim verkehrt, als Verstärkerlinie der Linie U 13 (von Hedelfingen bis Feuerbach) in Richtung Gerlingen vor. Als Alternative könnte die Wendeeinrichtung an die Augsburger Straße zwischen die Haltestellen Schlotterbeckstraße und Eszet der Linie U 13 verlegt werden. „Durch die geplante Nutzung der Haltestelle der Linie U 13 durch die Linie U 4 wird erheblicher Raum hinzugewonnen. Weiterhin entstünde durch einen Wegfall der Wendeeinrichtung ausreichend Fläche für einen leistungsfähigen Kreisverkehr, der wiederum eine deutliche Verjüngung des Straßenraums rund um den Platz ermöglicht“, sagt Jantzer.