Karla Borger und Julia Sude Es geht um Prestige – und um viel Geld
Die Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude spielen auf Sardinien gegen die Besten der Welt. Es geht dabei um viel Geld – und danach um eine wichtige Zukunftsfrage.
Die Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude spielen auf Sardinien gegen die Besten der Welt. Es geht dabei um viel Geld – und danach um eine wichtige Zukunftsfrage.
Stuttgart - Olympische Spiele, EM, DM – die Saison im Beachvolleyball war reich an Höhepunkten. Und nun können zehn Frauen- und zehn Männerteams ab diesem Mittwoch noch mal einen draufsetzen. Beim World-Tour-Finale auf Sardinien kämpft ein elitäres Feld zwar nicht um Ranglistenpunkte, dafür aber um den letzten Titel des Jahres und viel Geld. Insgesamt sind fast 700 000 Euro im Pott, für die Gewinnerduos gibt es jeweils 130 000 Euro. „Es ist eine unglaublich hohe Summe“, sagen Karla Borger und Julia Sude, „die ein schönes Zubrot wäre.“
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Das Team aus Stuttgart hat zwar enttäuschende Olympische Spiele hinter sich (kein Sieg in der Vorrunde), danach aber bei der EM Rang drei belegt. Und sich als einzige deutsche Paarung für das Abschlussevent in Cagliari qualifiziert. Dort treffen Borger/Sude auf den Rest der Weltspitze, schon in der Vorrunde – gespielt wird in zwei Fünfergruppen – geht es gegen die Olympiasiegerinnen Alexandra Klineman/April Ross (USA) sowie die Europameisterinnen Nina Betschart/Tanja Hüberli (Schweiz). Mindestens Rang drei müssen Borger/Sude belegen, um anschließend um den Einzug ins Halbfinale spielen zu können. „Die Qualität dieses Turniers ist natürlich extrem hoch“, sagt Julia Sude, „es ist schon eine große Ehre für uns, überhaupt dabei zu sein.“ Was nicht heißt, dass sich die beiden damit begnügen.
Nach dem verlorenen DM-Finale Anfang September in Timmendorfer Strand haben es Borger (32) und Sude (34) zwar kurzzeitig ruhiger angehen lassen, sich dann aber in Stuttgart intensiv auf das World-Tour-Finale vorbereitet. Dort treten sie nach dem Abschied von Thomas Kaczmarek, der die Zusammenarbeit einen Tag nach dem Olympia-Aus überraschend beendet hat, wie bei EM und DM erneut ohne Trainer an, ein Nachteil aber muss das nicht sein. „Wir gehen so ein bisschen entspannter, lockerer und unverkrampfter in das Turnier“, sagt Karla Borger, „wir haben nichts zu verlieren.“
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Aber etwas zu bereden – anschließend. Denn erst nach der Saison werden Borger und Sude kommunizieren, ob es gemeinsam weitergehen wird. „Bisher“, sagen sie, „haben wir noch keine Entscheidung getroffen.“