Karlsruher SC gegen HSV Hochrisiko-Spiel mit 1100 Polizisten

Beim Spiel zwischen dem Karlsruher SC und dem Hamburger SV werden Krawalle erwartet. Foto: dpa
Beim Spiel zwischen dem Karlsruher SC und dem Hamburger SV werden Krawalle erwartet. Foto: dpa

Das Rückspiel der Bundesliga-Relegation zwischen dem Karlsruher SC und dem Hamburger SV findet unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen statt.

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Karlsruhe - Wenige Stunden vor dem Anpfiff zur Entscheidung über den Aufstieg des Karlsruher SC in die erste Fußball-Bundesliga steigt in der badischen Stadt die Spannung. Bei Dauerregen zeigten sich am Montagmittag noch keine Fans auf den Straßen, auch Anhänger des Hamburger SV waren noch nicht zu sehen. Rund um das Karlsruher Wildparkstadion war es ebenfalls noch ruhig. Im Internet-Dienst Twitter kletterte der Hashtag (Stichwort) „KSCHSV“ vor dem Relegationsrückspiel auf Platz 3 in Deutschland.

„Nervosität steigt. Noch einmal Vollgas geben und den Aufstieg klarmachen! Der Wildpark wird brennen!“, twitterte KSC-Fan Fabio Gauss. HSV-Fans schwankten auf Twitter zwischen Zuversicht und skeptischem Bangen, während viele neutrale Fußballinteressierte aus ganz Deutschland dem bisher noch nie abgestiegenen Hamburger „Dino“ der Bundesliga das Aus wünschten: „Lieber KarlsruherSC, macht ganz Deutschland heute Abend glücklich!“

Die Partie in Karlsruhe wird als „Hochrisiko-Spiel“ eingestuft, 1100 Polizisten sind im Einsatz. Das Wildparkstadion ist mit mehr als 27 000 Zuschauern ausverkauft. Aus Sicherheitsgründen wurde der Anstoß von 20.30 Uhr auf 19.00 Uhr (ARD und Sky) vorverlegt.

Polizei ist auf alles vorbereitet

Die Karlsruher Polizei zeigte sich auf alles vorbereitet. „Wir wollen ein schönes Fußballfest erleben“, sagte ein Sprecher. Mit Blick auf mögliche Konflikte mit enttäuschten Fans setzt Einsatzleiter Fritz Rüffel auf Kommunikation, die strikte Trennung der Fan-Gruppen und die Vermittlungsarbeit von Konfliktmanagern: „Wir von der Karlsruher Polizei appellieren an den guten Sportsgeist der Fans und wünschen uns bei aller Leidenschaft und bei allen Emotionen ein friedliches Aufeinandertreffen der beiden Traditionsmannschaften.“

Baden-Württemberg sollte aus Sicht von Agrarminister Alexander Bonde (Grüne) „mindestens drei Vereine“ in der ersten Liga haben. Der Anhänger des abgestiegenen SC Freiburg drückt daher dem KSC die Daumen. „Der Karlsruher SC hat es nach dieser starken Saison wirklich verdient, in die erste Liga aufzusteigen“, sagte der 40-jährige Grünen-Politiker. „Wann wäre ein Aufstieg passender als zum 300-jährigen Jubiläum der Stadt Karlsruhe!“

Das gute Hinspiel (1:1) in Hamburg mache Hoffnung auf einen Karlsruher Erfolg, sagte Bonde. Dabei würde dem Zweitligisten bereits ein 0:0 reichen, um die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga nach sechs Jahren zu schaffen. Der badische Verein würde dann mit Stuttgart und Hoffenheim das Südwest-Trio komplett machen.




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