Karriere-Chance als Referee Zwei Aufsteiger bei den Leonberger Schiris
Christian Krapf und David Modro dürfen künftig Spiele in der Fußball-Verbandsliga leiten. Zudem besitzt die Schiedsrichter-Gruppe so viele Referees wie noch nie auf DFB-Ebene.
Christian Krapf und David Modro dürfen künftig Spiele in der Fußball-Verbandsliga leiten. Zudem besitzt die Schiedsrichter-Gruppe so viele Referees wie noch nie auf DFB-Ebene.
Nicht nur einige Vereine aus dem Altkreis Leonberg können auf eine gelungene Saison mit Meisterschaft und Aufstieg blicken. Auch die Männer an der Pfeife aus der Schiedsrichtergruppe Leonberg haben in der abgelaufenen Saison einen mehr als guten Job gemacht.
Lars Erbst, das Aushängeschild der Gruppe vom FC Gerlingen, hat seine erste Saison in der zweiten Bundesliga mit Bravour bestanden und wird auch in der kommenden Saison im Unterhaus des deutschen Fußballs pfeifen. Zu seinen Highlights im ersten Zweitligajahr gehörten ein Freitagabendspiel von Hertha BSC im Olympiastadion Berlin, ein Einsatz als vierter Offizieller bei einem Heimspiel des FC Bayern München sowie das Abschiedsspiel des deutschen Rekord-Schiedsrichters Felix Brych.
Auf eine starke Saison kann auch Oberliga-Schiedsrichter Roman Reck zurückblicken. Der Unparteiische vom TSV Höfingen schaffte zwar nicht den Sprung unter die besten Zwei aus dem Württembergischen Fußball-Verband (WFV), die sich für den Aufstieg in die Regionalliga bewerben konnten – er belegte aber in der Rangliste der 14 anderen Unparteiischen Rang zwei. Seine Karriere als Schiedsrichter wegen gesundheitlicher Probleme beenden muss hingegen Tobias Eisele (TSV Münchingen), der zuletzt schon in der Verbandsliga pausiert hatte. Er wird sich in Zukunft als Beobachter und sogenannter Regionallotse um die Nachwuchsentwicklung der Bezirksliga-Schiedsrichter einbringen.
Die erfreulichsten Nachrichten gibt es auf der Ebene der Landesliga-Referees: Mit dem erst 18 Jahre alten Christian Krapf (Enosis Leonberg) und Schiedsrichter-Obmann David Modro (SV Leonberg/Eltingen) haben gleich zwei Männer in Schwarz aus der Leonberger Gruppe den Sprung in die Verbandsliga geschafft. Krapf gelang dies nach nur einem Jahr in der Landesliga, zuletzt leitete der Teenager das Erstrunden-Relegationsspiel zur Bezirksliga zwischen dem SGV Murr und dem TSV Ensingen (3:0).
David Modro, der zuletzt das Bezirkspokalfinale zwischen dem TSV Münchingen und TASV Hessigheim (0:3) vor 1500 Zuschauern in Bietigheim geleitet hatte, rückte als Nummer eins unter den 75 Landesliga-Schiedsrichtern auf. „Ich bin dankbar für die Chance und freue mich auf die neuen Herausforderungen“, sagt der 30-Jährige.
Top-Talent Christian Krapf wurde zudem vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für die U-17-Nachwuchsliga nominiert, die früher unter dem Namen Junioren-Bundesliga firmierte, und wird in Zukunft in ganz Süddeutschland unterwegs sein. Auch Tobias Rollnik (FC Gerlingen) und Hannes Richter (SV Leonberg/Eltingen), der sein erstes Jahr in der Landesliga absolvierte, wurden als Assistenten für die DFB-Nachwuchsliga nominiert. „Wir hatten noch nie so viele Unparteiische auf DFB-Ebene wie in diesem Jahr. Jetzt ernten wir die Ergebnisse unserer langjährigen Arbeit“, freut sich Modro.
Auf dieser ist auch Hannah Rapp vom TSV Heimerdingen unterwegs, die als Assistentin in der zweiten Frauen-Bundesliga eingesetzt wird und im Perspektivkader der Regionalliga-Schiedsrichterinnen bleibt. Sie war zudem als einzige aus der Schiedsrichtergruppe Leonberg in der Winterpause schon aufgestiegen und leitet mittlerweile auch Landesliga-Partien der Männer.
Und auch auf Bezirksebene gibt es gute Nachrichten aus der Schiedsrichtergruppe Leonberg: Cornelius Wilnhammer beendete die Saison als Bester unter 14 Unparteiischen aus dem sogenannten B-Kader und hätte sich damit für die Beobachtungsrunde der Kandidaten qualifiziert, die künftig für einen Aufstieg in die Landesliga infrage kommen.
Da der Student jedoch für ein halbes Jahr ein Auslandssemester in Schweden absolvieren wird, hat er diesen Platz an einen Kollegen abgetreten. „Ein feiner Zug“, findet Modro. Jeremias Thürigen landete im 14er-Feld auf Rang neun und bleibt weiterhin im B-Kader. „Für unsere Gruppengröße war das wieder ein sehr gutes Jahr“, freut sich Obmann Modro.
Infoabend Der nächste Schiedsrichter-Neulingskurs findet vom 25. Juni (Infoabend) bis zum 17. Juli (Prüfung) dieses Jahres statt. In acht Einheiten, davon fünf in Präsenz (inklusive der Prüfung) sowie drei online, wird alles Wissenswerte gelehrt. Die Präsenzveranstaltungen finden im Restaurant Lutz bei der Spvgg Renningen statt.
Voraussetzungen Die Teilnehmer müssen mindestens 14 Jahre alt sein, jüngere Interessenten ab zwölf Jahre können mit einer Ausnahmegenehmigung der Verbandslehrwarts ebenfalls teilnehmen. Die Teilnehmer müssen der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sein. Des Weiteren ist eine Teilnahme an allen Lehreinheiten Pflicht. Schließlich sollten die Interessenten die Bereitschaft und Möglichkeit haben, in einer Saison mindestens 15 Spiele (bei Jugendlichen: 12 Spiele) und vier Schulungsabende der Schiedsrichtergruppe zu besuchen.
Anmeldung Anmeldungen nimmt die Schiedsrichter-Gruppe Leonberg noch entgegen. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage unter https://srg-leonberg.de/schiedsrichter-werden/