Karslruher Energiekonzern EnBW Kohle aus Kolumbien und Russland

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Kohle: Im vergangenen Jahr hat die EnBW 4,75 Millionen Tonnen Kohle für ihre Kraftwerke bezogen. Wert: 242 Millionen Euro. Die Kohle stammte vor allem aus Kolumbien und Russland. Im Lagebericht für 2015 werden die kolumbianischen Lieferanten einzeln ausgewiesen. Da sie über eigene Verschiffungshäfen verfügten, lasse sich die Herkunft genau nachverfolgen. So stammen 898.000 Tonnen von Drummond, 528.000 Tonnen von Prodeco/Glencore und 517 000 Tonnen von Cerrejon.

Kritik: Es sei lobenswert, dass EnBW als erster Energieversorger konkrete Bezugsmengen … offenlegt“, urteilte die Organisation Urgewald. Zugleich nannte sie die Zahlen angesichts der Vorwürfe gegen Drummond und Prodeco „erschreckend“. Die EnBW verweist dagegen auf ihre Beschaffungsgrundsätze, die auf international anerkannten Standards etwa zu Menschenrechten, Arbeitsbedingungen und Umweltschutz basierten. Seit dem Geschäftsjahr 2015 gälten diese Regeln bei allen neuen Verträgen.

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