Zwei Männer sollen in Feuerbach sieben Katalysatoren aus Autos ausgebaut haben. Die Beute enthält wertvolle Edelmetalle.

Politik : Karla Schairer (karl)

Die Polizei hat am vergangenen Freitag, 1. Mai, in Stuttgart-Feuerbach zwei Männer festgenommen, die Katalysatoren gestohlen haben sollen.

 

Die beiden Männer im Alter von 29 und 33 Jahren wurden am Erich-Hermann-Weg festgenommen.

Das Duo soll in der Nacht zum vergangenen Donnerstag an einer Parkfläche an der Steiermärker Straße in Feuerbach sieben Katalysatoren aus Autos abgeschraubt und gestohlen haben, teilt die Polizei mit. „Die bestohlenen Wagen sind einzelne Privatfahrzeuge und gehören nicht zum Autohändler in der Nähe“, sagt ein Polizeisprecher. „Der Schaden an den Autos beträgt schätzungsweise 3000 bis 3500 Euro.“

Nach einem Zeugenhinweis kontrollierten die Polizeibeamten zwei Männer und fanden neben deren Fahrzeug mehrere Katalysatoren, die in einem Gebüsch versteckt waren.

Die beiden Männer wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft am darauffolgenden Samstag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl, setzte diesen in Vollzug und wies die Männer in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Was den Diebstahl von Katalysatoren so attraktiv macht, sind die im Katalysator enthaltenen wertvollen Edelmetalle: Platin, Palladium und Rhodium, die Schadstoffe in harmlosere Stoffe umwandeln. Ein Katalysator enthält je nach Fahrzeugtyp etwa 2 bis 10 Gramm dieser Metalle. Der Preis eines Gramms Platin liegt derzeit bei etwa 55 Euro, ein Gramm Palladium kostet 42 Euro. Rhodium ist am wertvollsten und kann 50 bis 80 Prozent des Gesamtwertes ausmachen. Es ist mit derzeit etwa 270 Euro pro Gramm doppelt so viel wert wie Gold (127 Euro/Gramm).