Katastrophenschutz spricht Warnung aus Trinkwasser in Sindelfingen verschmutzt – Abkochgebot

Feuerwehren fahren aufgrund der Verunreinigungen mit Warndurchsagen durch die Straßen Sindelfingens, heißt es. Foto: SDMG/SDMG / Dettenmeyer 6 Bilder
Feuerwehren fahren aufgrund der Verunreinigungen mit Warndurchsagen durch die Straßen Sindelfingens, heißt es. Foto: SDMG/SDMG / Dettenmeyer

Das Trinkwasser in fast ganz Sindelfingen ist laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz bakteriell verunreinigt. Die Behörde spricht eine Warnung aus und rät dringend, das Wasser nur abgekocht zu verwenden.

Digital Unit : Sascha Maier (sma)
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Sindelfingen - Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz (BBK) warnt eindringlich davor, unbedacht Trinkwasser in Sindelfingen zu konsumieren. Die Behörde habe eine bakterielle Verunreinigung des Trinkwassers festgestellt. Im Stadtgebiet Sindelfingen ist das Wasser vorsorglich 10 Minuten lang abzukochen, sofern Sie es zum Trinken, Kochen oder zur Zubereitung von Speisen oder Getränken verwenden, so die dringende Empfehlung des Katastrophenschutzes.

Das Amt weist weiter darauf hin, dass das Leitungswasser vorsorglich innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte mit Chlor versetzt werde. Für Menschen gehe davon keine Gefahr aus. Weiter wird davor gewarnt, das Wasser zum Füllen von Aquarien zu nutzen.

Zwei Stadtteile in Sindelfingen wohl nicht betroffen

Als sogenanntes Brauchwasser, also für Toilettenspülungen oder Bewässerung, könne das Leitungswasser weiterhin verwendet werden.

Zur Ursache der Verunreinigungen werden die Stadtwerke Sindelfingen unterdessen etwas konkreter. Demnach seien bei einer Routineuntersuchung Enterokokken festgestellt. Nachprobungen würden derzeit stattfinden.

Betroffen von den Verunreinigungen ist laut BBK das ganze Stadtgebiet Sindelfingen mit Ausnahme der Stadtteile Darmsheim und Maichingen. Als weitere Handlungsempfehlungen führt das Bundesamt an: Die Nachbarn benachrichtigen, sich weiter über lokale Medien informieren und nur in Notfällen den Notruf 110 beziehungsweise 112 wählen. Regionale Fotoagenturen berichten auch davon, dass die Feuerwehr entsprechende durchsagen in den Straßen macht.

Die Stadtwerke versorgen nach eigenen Angaben das gesamte Stadtgebiet mit rund 60 000 Einwohnern und alle Industriebetriebe mit Trinkwasser.




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