Katzenwiegen Je fetter die Katze, desto kälter der Winter

Von red/dpa 

Das Katzenwiegen ist ein alter Brauch aus dem Erzgebirge – und das Ergebnis lässt in diesem Jahr auf einen kalten Winter schließen.

Die Gewichtszunahme von Kater Nero bedeutet einen kalten Winter – zumindest nach einem alten Brauch aus dem Erzgebirge. Foto: dpa-Zentralbild
Die Gewichtszunahme von Kater Nero bedeutet einen kalten Winter – zumindest nach einem alten Brauch aus dem Erzgebirge. Foto: dpa-Zentralbild

Voigtsdorf/Erzgebirge - Kater Nero hat sich auf einen richtigen Winter vorbereitet: Beim sogenannten Katzenwiegen nach einem alten Brauch im kleinen Erzgebirgsort Voigtsdorf zeigte die historische Waage am Sonntag 6470 Gramm an und damit 40 Prozent mehr als im Sommer, wie der Organisator des Spektakels, Jens Lommatzsch, sagte. Normal sei ein Gewichtsplus von 25 Prozent.

Rund 300 Schaulustige

„Die Katze hat wie verrückt gefressen, der Winter wird kalt“, so das Resümee nach dem Motto: Je dicker die Katze, desto härter der Winter. Das von dem Maschinenbauingenieur zum dritten Mal inszenierte Katzenwiegen lockte nach seiner Schätzung rund 300 Schaulustige an.

Vorbild des „Katzenwiegens“ ist Punxsutawney im Osten der USA, die Heimat des legendären Murmeltiers. Wie lange der Winter bleibt, wird dort am 2. Februar entschieden, wenn in Pennsylvania Murmeltier Phil aus seinem Bau gelockt wird und seinen Schatten sieht - oder eben nicht.