Der Galerieverein hat das Gemälde „Meine Tochter Cora“ von Kurt Weinhold (1896-1965) dank einiger Spenden erwerben können. Ab Frühjahr 2026 ist es in der Städtischen Galerie zu sehen.

Der Galerieverein hat das Kinderporträt „Meine Tochter Cora“ des Malers Kurt Weinhold (1896-1965) gekauft und stellt es der Städtischen Galerie in der Zehntscheuer zur Verfügung. Der Kauf war möglich dank der finanziellen Unterstützung durch die Böblinger Baugesellschaft (BBG) und der Kulturstiftung der Kreissparkasse, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung berichtet. „Wir sind sehr froh, dass wir in diesem Jahr das wunderbare Kinderporträt erwerben konnten“, sagte die Vereinsvorsitzende Heidrun Behm bei der Übergabe des Werks.

 

Das 1928 entstandene Bildnis zeigt die damals vierjährige Tochter des Künstlers Kurt Weinhold, der in Berlin geboren wurde und ab 1922 bis zu seinem Tod in Calw lebte. „Die einfühlsame Darstellung des Mädchens zeugt von der künstlerischen Meisterschaft des figurativen Malers und seiner Zugehörigkeit zur Neuen Sachlichkeit“, heißt es in der Pressemitteilung.

Ein zentrales Ziel des Galerievereins ist neben der Organisation zahlreicher Veranstaltungen die nachhaltige Erweiterung der städtischen Kunstsammlung Böblingens. Alle erworbenen Werke werden der Städtischen Galerie als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Der Schatzmeister des Vereins, Gunter Krieger, betont, dass neben den beiden Großspendern die hohe Spendenbereitschaft der Vereinsmitglieder den Ankauf des Weinhold-Bildes ermöglicht habe.

„Neuzugänge sind wichtig, um eine museale Sammlung lebendig und zukunftsfähig zu gestalten“, sagte Galerieleiterin Corinna Steimel und hob die kunsthistorische Bedeutung des Werkes hervor: Sie wies darauf hin, dass Werke aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts immer seltener am Kunstmarkt zu finden sind und für kommunale Sammlungen dadurch häufig unerschwinglich werden.

Die Böblinger Galerie ist nun neben der Stuttgarter Staatsgalerie die einzige museale Institution, die ein Bildnis der 1924 geborenen einzigen Tochter des Künstlers besitzt. Das Gemälde wird nach der Neukonzeption der Dauerausstellung ab Februar 2026 vor Ort zu sehen sein.